Berlin / Guido Bohsem Drei Monate sollen die Mittel fließen und sich nach der Bedürftigkeit richten. Entscheidend ist der Kontostand.

Der Bund will Studierenden, die durch Corona in Not geraten sind, eine dreimonatige Überbrückungshilfe anbieten. Für Juni, Juli und August könnten sie jeweils zwischen 100 und 500 Euro erhalten, die nicht zurückgezahlt werden müssten, erklärte Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) in Berlin. Von Dienstag an könnten die Anträge gestellt werden.

„Viele Studierende haben ihre Jobs verloren, bei vielen ist die Unterstützung durch die Familie weggebrochen“, sagte Karliczek. Nun gehe es darum, diese Härten abzufedern. Mit dem 100-Millionen-Euro-Programm würden insbesondere bedürftige Studierende unterstützt. Der Antrag könne online gestellt werden.

Nach Angaben des Ministeriums sind alle Studierende an staatlichen und staatlich anerkannten Hochschulen antragsberechtigt – unabhängig von Nationalität, Alter und Semesterzahl. Entscheidend für die Höhe der Hilfe sei der Kontostand vom Vortag der Antragsstellung „Wer beispielsweise noch 200 Euro auf dem Konto hat, kann für den Monat der Antragsstellung 300 Euro Überbrückungshilfe erhalten.“ Das Ministerium hatte den Start der Hilfe deutlich früher in Aussicht gestellt. gwb