Die Zahl der Suizide in Deutschland liegt im dritten Jahr in Folge unter 10 000. Im Jahr 2018 nahmen sich 9396 Menschen das Leben, darunter 7111 Männer und 2285 Frauen, teilten das Nationale Suizidpräventionsprogramm (NaSPro) und die Deutsche Gesellschaft für Suizidprävention (DGS) in Kassel mit.

Noch immer sterben damit in Deutschland jedes Jahr mehr Menschen durch Suizid als durch Mord und Totschlag, illegale Drogen und Verkehrsunfälle zusammen. Die Zahl bleibe damit auf einem hohen Niveau, auch auf globaler Ebene, ­erklärte die Kommunikationsbeauftragte des NaSPro, Hannah Müller-Pein, mit Blick auf den Welttag der Suizidprävention am Donnerstag. Nach ­Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation stürben jährlich etwa 800 000 Menschen durch Suizid.

Mit Blick auf die aktuelle Covid-19-Pandemie erklärte das NaSPro, die Auswirkungen der Erkrankung auf suizid-gefährdete Menschen sei bislang nicht ausreichend untersucht. Die Versorgungslage für Menschen in seelischen Krisen sei aber unter den Bedingungen der Pandemie beeinträchtigt, erklärte Barbara Schneider von der Leitung des NaSPro. kna