New York / dpa Mit den Plädoyers der Anklage endet der inhaltliche Teil des Prozesses gegen den Ex-Filmmogul.

Die Verteidigung beschuldigt die mutmaßlichen Opfer, die Anklage will Harvey Weinstein lebenslang hinter Gitter bringen: Im Finale des spektakulären Vergewaltigungsprozesses hat die Staatsanwaltschaft dem Ex-Filmmogul schwere Sexualverbrechen vorgeworfen.

Im Verfahren gegen den früheren Hollywood-Produzenten prangerte Staatsanwältin Joan Illuzzi am Freitag in ihrem Schlussplädoyer Weinsteins Machtmissbrauch an. „Der Angeklagte war der Herr des Universums und die Zeugen waren nur Ameisen, auf die er ohne Konsequenz treten konnte“. Sie betonte den „Mangel an menschlichem Einfühlungsvermögen“ Weinsteins für seine mutmaßlichen Opfer. 

Nach wochenlangen Verhandlungen endet mit den Plädoyers der Staatsanwaltschaft am Freitag der inhaltliche Teil des spektakulären Prozesses gegen Weinstein. Bei einer Verurteilung wegen schwerer Sexualverbrechen könnte der 67-Jährige den Rest seines Lebens im Gefängnis verbringen. Von Dienstag kommender Woche an sollen sich die zwölf Geschworenen zu Beratungen zurückziehen, um über Schuld oder Unschuld Weinsteins zu entscheiden. dpa