Frankfurt/Main / AFP Der 50-jährige Stadtplanerbe wird wegen Anstiftung zu gefährlicher Körperverletzung verurteilt.

Wegen der Anstiftung zu einem Schuss auf einen Wirtschaftsanwalt ist der Hamburger Unternehmer Ale­xan­der Falk zu vier Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt worden. Das hat das Landgericht Frankfurt am Donnerstag bekannt gegeben. Der Auftrag zu der Tat sei von Männern weitergeleitet worden, die Falk beauftragt habe.

Die Staatsanwaltschaft hatte dem Erben des gleichnamigen Stadtplanverlags die Anstiftung zu dem Schuss vorgeworfen, der den Juristen im Februar 2010 schwer am Oberschenkel verletzte. Der Anwalt bereitete zu der Zeit eine Millionenklage in einem Verfahren vor, in dem es um manipulierte Umsätze beim Verkauf eines Internetunternehmens ging, das Falk gehörte.

Der Staatsanwalt hatte sechs Jahre Haft gefordert. Der Richter Jörn Immerschmitt verwies in der Urteilsbegründung auf eine Tonaufnahme, die ein Zeuge den Ermittlern übergeben hatte. Auf der ist zu hören, wie sich Falk schadenfroh über die Tat äußert. Das habe zum Durchbruch bei den Ermittlungen geführt.

Der heute 50-jährige Falk hatte den von seinem Vater geerbten Stadtplanverlag verkauft und sehr erfolgreich in Internetunternehmen investiert. 2008 wurde er wegen versuchten Betrugs und Beihilfe zur Bilanzfälschung zu vier Jahren Haft verurteilt. afp