Fulda / dpa In Bergisch Gladbach vermutlich weniger Tatverdächtige.

Die Zahl der Tatverdächtigen im Missbrauchsfall Bergisch Gladbach könnte deutlich kleiner ausfallen als die von Nordrhein-Westfalens Justizminister Peter Biesenbach (CDU) am Montag zunächst genannte Zahl von 30 000. „Wenn mit der Zahl der Spuren die IP-Adressen gemeint sind, reden wir mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer deutlich geringeren Anzahl von Menschen, die sich dahinter verbergen“, sagte der Internet-Experte Bernhard Krönung.

Er verwies darauf, dass Provider oft in regelmäßigen Abständen den Anschlüssen neue IP-Adressen zuweisen. Gerade in Fällen schwerer Kriminalität versuchten die Täter auch, ihre örtliche Herkunft zu verschleiern. „Die loggen sich dann über Internet-Cafés oder öffentlich zugängliche Wlan-Hotspots ein.“ Daher könne es sein, dass einem Tatverdächtigen in dem Missbrauchsfall eine Vielzahl von IP-Adressen zuzuordnen seien. dpa