Nantucket / - Mutmaßliches Opfer verweigert im Missbrauchsfall um den Schauspieler fortan die Aussage.

Die Anklage wegen Vorwürfen sexueller Nötigung gegen den US-Schauspieler Kevin Spacey (59) könnte nach Einschätzung des Richters verworfen werden. Ein damals 18 Jahre alter Mann wirft Spacey vor, ihn im Juli 2016 in einem Restaurant auf der Insel Nantucket vor der US-Ostküste betrunken gemacht und dann unsittlich berührt zu haben. Bei einem Gerichtstermin am Montag (Ortszeit) verweigerte der Mann aber nun die Aussage darüber, ob er möglicherweise Textnachrichten von Spacey gelöscht haben könnte.

„Der ganze Fall dreht sich um diesen einen Mann und ohne ihn wird das eine ganz schön schwierige Sache“, sagte Richter Thomas Barrett. Er setzte den nächsten Gerichtstermin für den 31. Juli an und bat die Staatsanwaltschaft, über ihre Strategie nachzudenken. Die Verteidigung des früheren „House of Cards“-Stars, der nicht im Gerichtssaal erschienen war, plädiert schon länger dafür, die Klage fallen zu lassen.

Seit Herbst 2017 sind in mehr als 30 Fällen Vorwürfe von sexuellen Übergriffen und Belästigung gegen Spacey vorgebracht worden, seine Karriere ist dadurch ins Stocken geraten. dpa