Dresden / dpa Die Aufmerksamkeit der Fahrer wird immer häufiger von elektronischen Geräten beeinträchtigt.

Immer mehr Verkehrsunfälle passieren, weil ein Fahrer von Mobiltelefonen oder anderen elektronischen Geräten abgelenkt wird. Das haben Unfallforscher aus Dresden und Hannover ermittelt. Die Hauptursache von Unfällen seien Menschen, unter Autofahrern in steigender Zahl die Älteren.

Wie viele Unfälle unter dem Einfluss von Handy & Co. passieren, lasse sich kaum beziffern, sagte Henrik Liers, der Geschäftsführer der Verkehrsunfallforschung an der Technischen Universität in Dresden. Betroffene sagten oft nicht die Wahrheit. „Keiner gibt gern zu, dass er gerade mit dem Handy beschäftigt war, als der Unfall passierte.“

Wenn Fahrer im Rentenalter verunglücken, haben fast 76 Prozent den Unfall selber verursacht. Bei Fahranfängern sind es nur 65 Prozent. Die sicherste Gruppe ist die der 45- bis 54-Jährigen. Sie verursachen 49 Prozent der Unfälle, an denen sie beteiligt sind.

Fahrer im Alter von 75 oder älter seien mit der Komplexität des Verkehrsgeschehens oft überfordert, sagte Liers. „Ein Phänomen, das sich zunehmend beobachten lässt, ist das Verwechseln von Gas und Bremse.“ Hinzu kämen medizinische Ursachen, die dazu führen, „dass das Fahrzeug nicht mehr beherrscht wird“. Er plädierte dafür, dass Fahrer regelmäßig getestet werden. dpa