Crucecita / AFP Die schwere Erschütterung im Süden des Landes ist auch in der 700 Kilometer entfernten Hauptstadt zu spüren.

Das schwere Erdbeben der Stärke 7,5 in Mexiko hat mindestens sechs Todesopfer gefordert. Dutzende Menschen wurden verletzt. Im Süden und im Norden des Landes wurden hunderte Gebäude beschädigt. Eine staatliche Ölraffinerie wurde vorsorglich geschlossen.

Das Zentrum des Bebens lag laut Nationalem Seismologischen Institut in der Stadt Crucecita im südlichen Bundesstaat Oaxaca. Laut US-Erdbebenwarte USGS ereignete sich das Beben in einer Tiefe von 23 Kilometern.

Alle sechs Todesopfer wurden aus dem Umkreis von Crucecita gemeldet. Fünf wurden von niedergestürzten Gebäudeteilen erschlagen. Ein Arbeiter der staatlichen Ölfirma Pemex stürzte in der Raffinerie von Salina Cruz von einer Anlage. In der Raffinerie brach ein Feuer aus, es konnte nach Angaben von Pemex sofort gelöscht werden.

Rettungskräfte versuchten, eine entlegene Gegend in Oaxaca zu erreichen. Dort wurden 15 Arbeiter vermutet, die an einer Straße gearbeitet hatten und vom Beben von der Außenwelt abgeschnitten wurden.

Das Beben war auch in der mehr als 700 Kilometer entfernten Hauptstadt Mexiko-Stadt zu spüren. Nach Angaben der Bürgermeisterin Claudia Sheinbaum wurden dort zwei Menschen verletzt. Die Sachschäden beschränkten sich in der Hauptstadt aber auf herabgefallene Fassadenteile.

Zuletzt hatte sich im September 2017 ein schweres Erdbeben in Mexiko ereignet. Damals starben 370 Menschen. afp