Puebla / dpa Hunderte Menschen sterben nach dem Konsum von schwarz gebranntem Alkohol an Vergiftung.

Mindestens 137 Menschen sind in vier Bundesstaaten von Mexiko nach dem Konsum von verunreinigtem Schnaps gestorben. Außerdem verzeichnet die Dominikanische Republik seit Anfang April nach Regierungsangaben mindestens 177 Todesfälle, die auf das Trinken von gepanschtem Schnaps zurückgeführt werden.

Allein im zentralmexikanischen Bundesstaat Puebla starben bislang 70 Menschen. Weitere 15 Vergiftete werden laut Regionalregierung noch in Krankenhäusern behandelt.

In einigen der betroffenen Gegenden ist der Verkauf von Alkohol wegen der Corona-Krise derzeit verboten. Möglicherweise hat es deshalb und wegen der für viele Menschen weggefallenen Einnahmen einen Anstieg des Konsums von billigem, schwarzgebranntem Schnaps gegeben. Zudem könnte die wegen der Anti-Co­rona-Maßnahmen angehaltene Produktion des dabei oft verwendeten Ethylalkohols dazu geführt haben, dass mehr Methanol beigemischt wird.

Methanol ist manchmal in schwarzgebranntem Schnaps enthalten, wenn nicht fachgerecht destilliert wird. Bereits kleine Mengen reichen für eine Vergiftung mit Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit und Sehstörungen bis zur Erblindung oder gar Bewusstlosigkeit und Atemstillstand aus. dpa