Madrid / kna Madrid lockert die Bestimmungen. Doch das Land ist hart getroffen.

In der Nacht auf Sonntag ist in Spanien nach 14 Wochen der Corona-Notstand beendet worden. Der lange Alarmzustand mit den europaweit striktesten Ausgangssperren hatte im Land zu heftigen politischen und gesellschaftlichen Debatten geführt. Dank der drastischen Einschränkungen in der Bewegungsfreiheit hätten im Corona-Hotspot Spanien 450 000 Menschenleben gerettet werden können, sagte Regierungschef Pedro Sanchez in einer Fernsehansprache an die Nation.

Spanien war mit mehr als 245 000 Infizierten und 28 322 Toten eines der am stärksten betroffenen Länder der Welt. Um neue Infektionswellen zu vermeiden, forderte Sanchez die 47 Millionen Spanier auf, auch weiterhin strikt die Hygiene- und Gesundheitsregeln einzuhalten.

Das Mittelmeerland rechnet mit schweren wirtschaftlichen Folgen, die aus der Pandemie und dem Lockdown entstehen. Die Arbeitslosenquote könnte bis Ende des Jahres auf bis zu 20 Prozent steigen.  kna