Der Missbrauchsfall Bergisch Gladbach wird größer und größer. Am Dienstag durchsuchte die Polizei bundesweit Wohnungen von 50 Tatverdächtigen – betroffen war fast die ganze Republik. Die Durchsuchungen fanden statt in Brandenburg, Baden-Württemberg, Bayern, Bremen, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein, Sachsen und Sachsen-Anhalt.

Es gehe um den Verdacht des Besitzes und der Verbreitung von Kinderpornografie, teilte die Kölner Staatsanwaltschaft mit. „Vier Personen wurden nach bisherigen Erkenntnissen leicht verletzt.“ Dabei soll es lediglich um Schocks und leichte Prellungen gehen. Eine „erste Sichtung und Bewertung sichergestellter Beweismittel“ war am Nachmittag bereits im Gange. Details sollen am Mittwochvormittag in Köln bekannt gegeben werden.

Die Ermittlungen rund um den Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach haben schon zu Spuren in sämtliche Bundesländern geführt. Mit Stand 27. August wurde alleine in NRW gegen 84 Beschuldigte ermittelt, zehn Menschen waren bereits angeklagt, ­einer in Haft, acht in Untersuchungshaft. dpa