Wien / Ärger gesorgt. Für fünf grenznahe Autobahnen soll keine Vignette nötig sein. Das Parlament stimmt am Mittwoch darüber ab.

Fünf Autobahnabschnitte in Grenznähe in Österreich werden vermutlich von der Maut befreit. ÖVP, Grüne und Neos stimmten am Dienstag in einer Ausschusssitzung im Nationalrat in Wien für den Antrag. Die endgültige Entscheidung soll bei der Plenarsitzung diesen Mittwoch fallen.

Mit der Maßnahme soll der Ausweichverkehr vor allem von deutschen Autofahrern über Landstraßen eingedämmt werden. Vorgesehen sind Ausnahmen unter anderem auf der Westautobahn (A1) zwischen dem Walserberg und der Anschlussstelle Salzburg Nord sowie der Inntalautobahn (A12) zwischen der Grenze und der Anschlussstelle Kufstein-Süd. Eine Zehn-Tages-Vignette kostet 2020 in Österreich 9,40 Euro, für das ganze Jahr 91,10 Euro.

Unabhängig von der erwarteten Mautbefreiung gibt es aber weiter Verwerfungen zwischen Bayern und Tirol. So hat Tirol für mehrere Wochenenden und Feiertage in der Wintersaison zwischen 21. Dezember und 12. April Fahrverbote angekündigt, um ein Ausweichen bei Staus auf der Autobahn zu verhindern. Bereits von Juni bis September hatten Wochenendfahrverbote im Großraum Innsbruck sowie in den Bezirken Reutte und Kufstein für Ärger gesorgt. dpa