Nantes / dpa Das Feuer in der Kathedrale von Nantes wurde absichtlich gelegt. Der Verdächtige war früh im Visier der Ermittler.

Der verheerende Brand der Kathedrale in Nantes ist wohl aufgeklärt: Ein Kirchenhelfer gestand, drei Feuer in dem spätgotischen Gotteshaus gelegt zu haben. Das sagte der Staatsanwalt von Nantes, Pierre Sennès, am Sonntag laut Regionalzeitung „Presse Océan“.

Die Justiz nahm den 39-Jährigen Medien zufolge in Untersuchungshaft. Sein Motiv blieb zunächst unklar. Der Mann war bereits unmittelbar nach dem Brand in Polizeigewahrsam genommen worden, wurde dann aber wieder freigelassen.

Teile der Kirche waren am Samstag vor einer Woche in Flammen aufgegangen, der Brand zerstörte die Hauptorgel und beschädigte Fenster. Ermittler hatten bereits mitgeteilt, dass es drei Herde gab. Der laut AFP aus dem ostafrikanischen Land Ruanda stammende Verdächtige war ein freiwilliger Helfer, der in der Diözese arbeitete. Er war für die Schließung der Kathedrale am Vorabend des Feuers zuständig. Vor einem Ermittlungsrichter gestand der Mann, Feuer an der großen und kleinen Orgel sowie an einer Schalttafel gelegt zu haben, wie Staatsanwalt Sennès berichtete. Der Anwalt des Verdächtigen sagte laut „Presse Océan“, sein Mandant bereue die Tat bitterlich. dpa