Nach dem Tod von fünf Kindern werden in Solingen nach Angaben der Stadt zwei Schulen unter anderem von Schulpsychologen unterstützt. „Die seelischen Auswirkungen sind nicht abzuschätzen“, sagte ein Sprecher der Stadt am Montag mit Blick auf die Freunde der Kinder, ihre Mitschüler, die Lehrer und alle weiteren Menschen im Umfeld, die tief betroffen seien. Den beiden Schulen sei umfangreiche Unterstützung zugesagt worden.

Der schulpsychologische Dienst und ein Seelsorger hätten mit einer Grundschule und einer weiterführenden Schule Kontakt aufgenommen, schilderte der Sprecher der Stadt. An den Schulen seien Krisenteams eingerichtet worden. In der Grundschule wurden zwei der fünf toten Kinder unterrichtet. An der weiterführenden Schule ist das einzig überlebende Kind der Familie, der elfjährige Marcel, Schüler.

Nach Auskunft der Stadt Mönchengladbach hält sich der Elfjährige weiter bei seiner Großmutter auf. Das Jugendamt stehe in regelmäßigem Kontakt. Die Polizei hatte am Donnerstag seine Geschwister Melina (1), Leonie (2), Sophie (3), Timo (6) und Luca (8) tot in ihren Kinderbetten in der Wohnung in Solingen gefunden. Gegen die tatverdächtige Mutter wurde Haftbefehl wegen Mordverdachts erlassen. dpa