Bremen / dpa Der Sturm war in dieser Saison meist harmlos. Rechtzeitig verspricht nun aber ein Offensiv-Trio Besserung.

Der 20. September 2019 hat für Florian Kohfeldt ganz viel mit dem völlig verkorksten Saisonverlauf von Werder Bremen zu tun. Einen Tag vor dem Heimspiel gegen RB Leipzig erlitt Niclas Füllkrug,  Königstransfer der Bremer, einen Kreuzbandriss und  war monatelang zum Zuschauen verdammt. Der Trainer sprach damals vom „absoluten Worst Case“ – und im Anschluss setzte der Bremer Absturz ein.

Umso wichtiger, dass der aus Hannover gekommene 27-Jährige im Endspurt der Saison wieder dabei ist. Zwar noch nicht hundertprozentig fit, aber doch so weit, dass es für die Relegationsduelle reicht. Mit seiner körperlichen Präsenz und Wucht gibt Füllkrug dem Spiel eine Komponente, die zuvor komplett fehlte. Auf einmal hat Werder vorne einen Spieler, der sich auch in der Luft behauptet, Gegenspieler bindet und Mitspieler in Szene setzt.

Es war daher nicht verwunderlich, dass neben Füllkrug beim so wichtigen Sieg gegen den 1. FC Köln, der den Sprung in die Relegation gegen Heidenheim ermöglichte, auch Milot Rashica und Yuya Osako glänzten und trafen. Zum ersten Mal in dieser Saison stand das Offensiv-Trio gemeinsam auf dem Platz und soll nun für Werder zum Faustpfand in den beiden Rettungsspielen gegen den Dritten der Zweiten Liga werden. Eine starke Mischung: der wuchtige und kopfballstarke Füllkrug, der schnelle und wendige Rashica, der technisch versierte und geschmeidige Osako. „Jetzt haben wir sie endlich alle beisammen“, sagt Kohfeldt.

Zuvor hatte er im privaten Umfeld Füllkrugs vorsichtig recherchiert, wie gut sich der Stürmer wirklich fühle. Als die Kumpels bestätigten, dass er auch ihnen gegenüber erzählte, dass er sich wieder richtig fit fühlte, brachte Kohfeldt den Mittelstürmer von Anfang an – und stellte damit die ersten Weichen für das Vermeiden des direkten Abstiegs. dpa