Braunschweig / sid/dpa/gek Eintracht Braunschweig muss bange Minuten überstehen, bis der Zweitliga-Aufstieg bejubelt werden kann.

Eintracht Braunschweig hat nach dem verrückten vorletzten Drittliga-Spieltag  die Rückkehr in die zweite Fußball-Bundesliga bereits kräftig feiern können. Daneben kämpfen am Samstag (14 Uhr) gleich fünf weitere Teams um den zweiten direkten Aufstiegsplatz beziehungsweite um die Teilnahme an den Relegationsspielen gegen den 1. FC Nürnberg: Die Würzburger Kickers, der FC Ingolstadt, der MSV Duisburg, Hansa Rostock und auch der TSV 1860 München sind alle noch im Rennen – was für  ein furioses Saisonfinale.

Nach ihrem schwer erkämpften 3:2-Heimsieg gegen Waldhof Mannheim hatten die Braunschweiger erst noch minutenlang auf die Videowand im Stadion schauen müssen. Erst als dem nicht aufstiegsberechtigten Spitzenreiter FC Bayern München II   durch Leon Dajaku (90.+2) der Ausgleich zum 2:2 gegen den MSV Duisburg gelang, stand Braunschweigs Rückkehr nach zwei Jahren Drittklassigkeit fest.

Es folgten Bierduschen, Jubeltänze und Freudentränen im Eintracht-Stadion – und in Braunschweig wurde kaum coronakonform gefeiert. „Es ist überragend, dass wir das in der schweren Phase noch gerockt haben“, sagte Kapitän Bernd Nehring nach den Szenen, die an das Bundesliga-Finale 2001 erinnerten, als Schalke 04 für wenige Minuten „Meister der Herzen“ war.

Trotz des 1:5 bei Viktoria Köln haben die Würzburger Kickers die besten Chancen auf den zweiten direkten Aufsteigerplatz. Ein Remis gegen den Halleschen FC reicht den Franken. Im Herzschlagfinale um Relegationsrang vier hat der FC Ingolstadt trotz der 0:2-Heimniederlage gegen Magdeburg noch eine Chance. Allerdings muss Ingolstadt beim TSV 1860 München ran. Auch die Löwen sind noch im Rennen. Sie müssen aber gewinnen und auf Ausrutscher des MSV Duisburg (Heimspiel gegen Unterhaching) und von Hansa Rostock (in Chemnitz) hoffen.

Als dritter Absteiger nach Carl Zeiss Jena und Sonnenhof Großaspach steht Preußen Münster fest. sid/dpa/gek