Düsseldorf / dpa Die Ursache für das Unglück in einem Düsseldorfer Krankenhaus ist bislang noch unklar. Die Polizei ermittelt.

Nach dem Krankenhaus-Brand mit einem Toten am Montagabend in Düsseldorf laufen die Ermittlungen der Polizei zur Brandursache. Am Morgen nach der Katastrophe gab es zunächst noch keine Erkenntnisse, wie eine Polizeisprecherin sagte. Bei dem Brand auf einer internistischen Station im Marien Hospital im Stadtteil Pempelfort war am späten Montagabend ein 77-jähriger Patient ums Leben gekommen. Er lag im Nachbarraum neben dem Zimmer in der zweiten Etage, in dem das Feuer ausgebrochen war.

Insgesamt wurden 19 weitere Menschen verletzt, sieben von ihnen schwer. Der Rauch verteilte sich über fünf Stockwerke der Klinik. Die Menschen seien sowohl durch das Treppenhaus als auch von außen über drei Drehleitern aus dem Gebäude geholt worden, teilte die Feuerwehr mit. Der Brand war nach rund einer Stunde gelöscht und der Einsatz mit rund 180 Kräften nach vier Stunden beendet. Die Düsseldorfer Feuerwehr war mit allen neun Berufsfeuerwehren vor Ort, Brandermittler noch in der Nacht. Die Spurensuche dauere noch an, erklärte die Polizei.

Erst Mitte August war bei einem Brand in einem Mönchengladbacher Krankenhaus ein Patient ums Leben gekommen. Und Ende Juli kam ein Patient durch ein Feuer in einer Lungenklinik in Köln-Mehrheim ums Leben. 

Kritik am Brandschutz

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz erneuerte am Dienstag ihre Kritik: Der Brandschutz in deutschen Kliniken und Pflegeheimen sei nicht ausreichend, notwendig seien mehr Vorsorgemaßnahmen wie Sprinkler-Anlagen. „Jede Woche brennt es in deutschen Krankenhäusern“, sagte Stiftungsvorstand Eugen Brysch. „Allein die Zahl der Toten beläuft sich für das Jahr 2019 nun bereits auf sieben Personen. (...) Aber weder die Bundesländer noch die Einrichtungen ziehen daraus Konsequenzen.“ dpa