Köln / dpa Mit-Erfinder Armin Maiwald begleitet die beliebte Kindersendung seit Jahrzehnten.

Einmal saß Armin Maiwald im Zug von Potsdam nach Berlin, und plötzlich stieg eine große Gruppe Punks zu. Ihm wurde etwas mulmig. „Aber die waren unglaublich nett. Haben mich erkannt, mir die Hand geschüttelt, und jeder hat fünf Geschichten erzählt. So in der Art „Ich hab das und das gesehen“ und „Ich hab den und den Film immer besonders geliebt“. Armin Maiwald, Miterfinder der „Sendung mit der Maus“ (WDR), wird an diesem Donnerstag 80 Jahre alt.

Generationen von Fernsehzuschauern kennen sein Gesicht, aber mehr noch seine Stimme. Die sonore Erzählstimme von den „Lach- und Sachgeschichten“. In unaufgeregtem Plauderton erklärt sie so knifflige Fragen wie „Woher weiß die Kopfschmerztablette, dass sie in den Kopf soll, wenn ich sie doch in den Magen schlucke?“ Oder: „Wie kommen die Löcher in den Käse?“

Es ist Maiwalds Stimme, an der man ihn erkennt, und seine natürliche Sprechweise. Sie kommt in den Kurzfilmen dadurch zustande, dass er keine vorformulierten Texte vorliest, sondern bei der Aufnahme frei erzählt. Das ergab sich vor Jahrzehnten durch Zufall: Er hatte dem zuständigen Redakteur einen geschnittenen Film vorgespielt und dabei sinngemäß erzählt, was später noch von einem professionellen Sprecher aufgenommen werden sollte. Dem Redakteur gefiel Maiwalds improvisierte Version viel besser. „Das machst du jetzt immer so.“

Maiwald hat im Laufe seines langen Berufslebens auch den „Spatz vom Wallrafplatz“ und „Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt“ gemacht. Die Maus aber bleibt vor allem mit Maiwalds Namen verbunden. dpa