Berlin / dpa Ein Report des WWF zeigt: Der Bestand hat sich binnen 50 Jahren weltweit halbiert. Das schadet auch dem Klima.

Der Begriff „Waldsterben“ bekommt fast schon eine neue Bedeutung: Die Tiere des Waldes sterben aus. Ihre Bestände haben sich seit 1970 mehr als halbiert, hat eine Untersuchung des WWF ergeben.

Besonders betroffen seien die Tropen und der Amazonas-Regenwald, teilt der WWF mit. Der Hauptgrund sei „durch Menschen verursachter Lebensraumverlust“, heißt es in dem Bericht „Below the canopy“ („Unter dem Blätterdach“). Es gebe auch Wälder, die auf den ersten Blick intakt erschienen, in denen aber kaum noch Tiere lebten.

Viele für den Klimaschutz wichtige Baumarten seien darauf angewiesen, dass ihre Samen von Tieren verbreitet werden, heißt es in dem Bericht. Deshalb bewirke der Verlust von Vögeln und Primaten in den riesigen Wäldern Südamerikas und Afrikas, dass weniger CO2 gebunden werde.

Zum Zustand der deutschen Waldtiere sagt der Report nicht viel. Der Trend in Europa sei im Untersuchungszeitraum seit 1970 eher positiv, sagte ein WWF-Sprecher. Allerdings ausgehend von einem niedrigen Niveau, weil der Tierbestand in unseren Regionen schon vorher stark dezimiert worden sei. dpa