Peking / dpa Die Infektion breitet sich in China weiter aus. Auch die Zahl der Erkrankten auf der „Diamond Princess“ steigt.

Das neuartige Coronavirus hat in China innerhalb eines Tages erneut fast 100 weitere Todesopfer gefordert. Wie die Nationale Gesundheitskommission am Mittwoch in Peking mitteilte, kamen landesweit 97 Todesfälle hinzu. Die Zahl der Ansteckungen stieg um 2015 Fälle.

Auf dem chinesischen Festland sind jetzt insgesamt 1113 Tote zu beklagen. Bei mehr als 44 000 Menschen ist eine Infektion mit dem Virus bestätigt, das inzwischen den Namen Sars-CoV-2 erhielt. Die von ihm verursachte Krankheit heißt nun Covid-19 (abgeleitet von: COrona VIrus Disease). Die Zahlen aus China sind allerdings wenig aussagekräftig, generell wird von Experten eine sehr hohe Dunkelziffer vermutet.

Unterdessen ist an Bord des unter Quarantäne stehenden Kreuzfahrtschiffes „Diamond Princess“ im japanischen Yokohama bei weiteren 39 Menschen eine Ansteckung festgestellt worden, wie das japanische Gesundheitsministerium am Mittwoch bekanntgab. Vier Personen zeigten ernste Symptome. Damit erhöht sich die Zahl der Infizierten an Bord auf insgesamt 174. Die übrigen der rund 3600 Passagiere und Crew-Mitglieder sollen mindestens noch bis zum 19. Februar auf dem Schiff bleiben. Von den zehn deutschen Staatsangehörigen an Bord ist nach Angaben der deutschen Botschaft bisher keiner infiziert.

Wegen der Angst vor dem Covid-19-Virus ist auch ein aus Hongkong kommendes Kreuzfahrtschiff in Schwierigkeiten – obwohl nicht einmal Fälle an Bord bekannt sind. Nach Taiwan, Japan, den Philippinen und Guam zögerte zuletzt auch Thailand, die aus Hongkong kommende „Westerdam“ in einen Hafen einlaufen zu lassen. An Bord sind auch Deutsche.

Weltweit sind außerhalb des chinesischen Festlands mittlerweile mehr als 500 Infektionen bestätigt, davon 16 in Deutschland. dpa