Düsseldorf / dpa Neue Studie zeigt, dass viele Menschen radeln und zu Fuß gehen, statt Auto, Bus und Bahn zu nutzen.

Die Corona-Pandemie hat einer Befragung zufolge das Bewegungsverhalten vieler Deutscher verändert. Ein guter Teil der Bevölkerung wurde durch die Virus-Krise demnach ermuntert, mehr mit dem Fahrrad zu fahren, Strecken auch mal zu Fuß statt mit dem Auto zurückzulegen oder öfters bei Fitness zu Hause oder im Garten zu schwitzen. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage im Auftrag der DKV Deutsche Krankenversicherung.

In der Befragung gaben 22 Prozent an, dass sie in ihrer Freizeit nun mehr mit dem Rad fahren. Ähnlich groß war die Gruppe jener, die sich nach eigener Auskunft mehr zu Fitnesstraining zu Hause oder im Garten aufrafft. 26 Prozent berichteten, dass sie mehr Wege zu Fuß oder auf dem Rad zurücklegen, statt Auto, Bus oder Bahn zu nutzen. 37 Prozent erklärten, mehr zu Spaziergängen aufzubrechen. Auch Joggen oder Walken wurde bei 15 Prozent etwas beliebter.

Für die Umfrage wurden nach Angaben der DKV in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Ipsos repräsentativ 1060 Personen im Alter zwischen 16 und 75 Jahren befragt. Die Daten wurden Mitte Mai erhoben.

Positive Überraschung

„Bewegung ist ein Schlüssel für unsere Gesundheit. Viele Menschen haben befürchtet, dass der notwendige Lockdown den schon vorher in Teilen der Gesellschaft vorhandenen Bewegungsmangel weiter verschärfen könnte“, erklärte der Vorstandsvorsitzende der DKV, Clemens Muth. Die Umfrage-Daten seien aus seiner Sicht eine positive Überraschung.

Was die mentale Verfassung angeht, zeichnet die Studie ein eher dunkleres Bild. Vielen Menschen schlagen Abstandhalten und Kontaktbeschränkungen offenbar aufs Gemüt. Mehr als ein Drittel (39 Prozent) gab an, dass dies einen negativen Einfluss auf ihre mentale Gesundheit habe. Auch die wirtschaftliche Entwicklung für die Gesellschaft wurde oft als sehr belastend eingestuft (25 Prozent). dpa