Ulm / dpa Floristen bieten größere Auswahl, doch im Sommer lässt sich die Vase gut selbst füllen. Das sind die Tricks der Profis.

Wer mag keinen Blumenstrauß – selbst, wenn man ihn sich ab und zu selbst schenken muss? So stellt man die Sommerblumen seines eigenen Gartens zusammen:

Welche Blumen eignen sich für Sträuße? „Anfängern rate ich zu robusteren Sorten wie Dahlien, Hortensien, Rosen und Nelken. Die haben relativ starke Stiele, die so manchen festeren Griff verzeihen“, sagt die Floristin Jil Berner aus Berlin. Je zierlicher der Stiel, desto sensibler und schwerer zu verarbeiten ist die Blume.

Wie gehe ich vor? Die Blumen einfach nur in die Vase zu stellen, fördert unter Umständen das Welken. Der wichtigste Rat lautet daher: Die Blätter weitgehend von den Stielen zu entfernen. Diese Blätter wären ohnehin kein gutes Grünmaterial für die Kombination mit den Blumen im Strauß. Dekorativer ist Bindegrün, das locker und voluminös ist und dem Strauß seine Fülle verleiht. Floristen nutzen dafür etwa Schleierkraut, Frauenmantel oder Silberraute. „Im Frühjahr ist Flieder sehr beliebt, er ist eine Mischung aus Blume und Füllgrün“, ergänzt Berner. Frisch aus dem Garten geholt, sollten Blumen und Schnittgrün erst einmal für ein bis zwei Stunden ins Wasser gestellt werden, damit sie genügend davon für den Bindevorgang speichern können.

Wie ordne ich die Blumen am besten an? Damit das Binden dann zügig von der Hand gehen kann, empfiehlt es sich, die verschiedenen Blütenarten bündelweise auf dem Tisch anzuordnen. So kann man einfacher und schneller zu dem Bestandteil greifen, der im nächsten Schritt in den Strauß soll. Die andere Hand hält den entstehenden Strauß fest “, beschreibt Berner. Die Stiele werden jeweils x-förmig aneinandergelegt, wobei der Strauß bei jedem neuen Stiel leicht gedreht wird. So entsteht im Laufe der Zeit eine runde Straußform, die am Ende mit einem Blumenkrepp oder Bindeband zusammengebunden wird. Neben den eigentlichen Blumen mit Hingucker-Effekt wie Rosen können ab und zu auch filigranere Blüten oder Gräser in den Strauß integriert werden, „um tolle Akzente zu setzen“. dpa