Kleve / dpa Schadenersatz für Filmtier, das von Hund zu Tode gebissen wurde.

  Für das von seinem Hund totgebissene Filmhuhn „Sieglinde“ muss der Hundebesitzer deutlich mehr Schadenersatz zahlen – 615 Euro. Das hat das Landgericht Kleve entschieden, es verdoppelte damit den vom Amtsgericht zunächst festgelegten Betrag. Das Huhn war etwa im ARD-Film „Wir sind doch Schwestern“ zu sehen.

Im Juni 2017 hatte ein Spaziergänger am Niederrhein seinen Hund ohne Leine laufen lassen, das Tier hatte „Sieglinde“ getötet. Es sei kein gewöhnliches Huhn gewesen, stellte das Gericht klar – daher könne die Besitzerin deutlich mehr als den Wert einer normalen Legehenne von etwa 15 Euro verlangen. Gegen das Urteil wurde eine Revision nicht zugelassen. dpa