Herbrechtingen / Benni Zeller Mit Anfang 20 sein eigenes Mode-Label gründen? Der Herbrechtinger Robin Kwincz macht es vor. Im Interview mit NOISE berichtet er, was ihn inspiriert, wie Corona die Marke betrifft und warum seine Kleidungsstücke nur streng limitiert sind.

Die meisten Klamotten-Marken verbindet man mit einer bestimmten Stadt oder einem bestimmten Land: „H&M“ gehört zu Schweden, „Topshop“ stammt aus Großbritannien – und „KWNX“? Nun, „KWNX“ hat seinen Ursprung in Herbrechtingen. 2018 wurde das selbsternannte Kreativ-Kollektiv von dem 25-jährigen Herbrechtinger Robin Kwincz gegründet.

Als Medientechnologe im Bereich Druck arbeitet Robin eigentlich bei der Firma Edelmann in Heidenheim. Nebenbei interessiert er sich für Street Fashion und Einflüsse der Hip-Hop-Kultur, auch, und gerade deswegen spielt Musik für ihn und „KWNX“ stets eine übergeordnete Rolle.

Wie Robin überhaupt dazu gekommen ist, ein eigenes Mode-Label zu gründen, und welche Auswirkungen Corona auf „KWNX“ hat, erzählt er NOISE-Autor Benni Zeller im Interview.

Der 25-jährige Robin Kwincz aus Herbrechtingen hat sein eigenes Mode-Label gegründet: "Als allererstes möchte ich mich bei allen Freunden, bei allen Beteiligten und meiner Familie bedanken, die mich auf diesem Weg unterstützen und an meine Vision glauben und hinter mir stehen. Ein großes Shoutout geht raus an meinen Bruder Patwah, mit dem ich mich am besten austauschen kann, an Jacky, die immer in jeglicher Hinsicht hilft und an meine Freundin, die mir oft eine andere Sichtweise in Hinsicht auf Planung gibt und mich dadurch auch sehr unterstützt, in dem was ich mache, und zu guter letzt Mike, der mich auch seit Tag eins hierdurch begleitet. Natürlich danke an jeden, der mich durch einen Kauf eines Produktes supportet. Support your local artists. Big up. One Love, KWNX."
Der 25-jährige Robin Kwincz aus Herbrechtingen hat sein eigenes Mode-Label gegründet: „Als allererstes möchte ich mich bei allen Freunden, bei allen Beteiligten und meiner Familie bedanken, die mich auf diesem Weg unterstützen und an meine Vision glauben und hinter mir stehen. Ein großes Shoutout geht raus an meinen Bruder Patwah, mit dem ich mich am besten austauschen kann, an Jacky, die immer in jeglicher Hinsicht hilft und an meine Freundin, die mir oft eine andere Sichtweise in Hinsicht auf Planung gibt und mich dadurch auch sehr unterstützt, in dem was ich mache, und zu guter letzt Mike, der mich auch seit Tag eins hierdurch begleitet. Natürlich danke an jeden, der mich durch einen Kauf eines Produktes supportet. Support your local artists. Big up. One Love, KWNX.“
© Foto: KWNX Clothing

Beschreibe den Stil deiner Marke in fünf Worten.

Robin Kwincz: True, zeitlos, aussagekräftig, qualitativ, familiär.

Wie kamst du dazu, dein eigenes Klamotten-Label zu gründen?

Angefangen hat alles damit, dass ich früher selbst Beats produziert habe und zu diesem Zeitpunkt war mein Künstlername „KWNX“. Mein Bruder hat mir damals mein Logo gestaltet und ich fand es direkt cool. So cool, dass ich zehn Caps mit dem Logo habe besticken lassen und diese in meinem Freundeskreis verschenkt habe. Ich fand diesen Prozess, ein Kleidungsstück selbst zu entwerfen, sehr interessant und es hat mir Spaß gemacht. Dazu waren alle Reaktionen auf die Cap sehr positiv und das ermutigte mich, meinen Fokus mehr darauf zu richten. Dann habe ich weitergemacht, die erste Kollektion entworfen und diese verkauft.

Entwirfst du alle Designs selbst?

Ja, ausschließlich.

Woher bekommst du deine Models?

Meine Models sind größtenteils Leute aus meinem Freundeskreis.

Wo lässt du deine Klamotten drucken?

Die Kleidungsstücke bestelle ich bei einem Textillieferanten aus Nordrhein-Westfalen und die Veredelungen der Produkte werden in Berlin gemacht. Momentan suche ich aber andere Lieferanten und knüpfe neue Kontakte.

Wie viele Menschen sind an der Produktion eines deiner Kleidungsstücke beteiligt?

An sich betreibe ich die Marke alleine, aber ich habe sehr viele kreative und aufbauende Freunde, die – alle für sich selbst – ihre eigenen Träume verfolgen. Dadurch bekomme ich auch viel Unterstützung, sei es mit Fotografie, Models oder bei Design-Ideen, weil jedes Spektrum in diesem Kreis vertreten ist. „NOEGO FAM“, merkt euch den Namen.

Hat die Corona-Pandemie Auswirkungen auf den Verkauf oder die Herstellung der Klamotten?

Die einzig bemerkbaren Auswirkungen sind die, die Corona auf die Lieferzeiten der fertigen Klamotten hat. Das Release Date der neuen Kollektion war eigentlich früher angesetzt. Die Zeit habe ich aber produktiv genutzt, um alles Nebensächliche vorzubereiten.

Wo kann man „KWNX“ überall bekommen? Ist auch ein Verkauf in örtlichen Geschäften geplant?

Momentan sind die Stücke nur über den Online-Shop erhältlich. Was anderes ist auch nicht geplant, da die Klamotten streng limitiert produziert werden und das Label noch nicht die nötige Reichweite besitzt, um die Klamotten in örtlichen Geschäften ausstellen lassen zu können.