Es ist keine Seltenheit mehr, in einem Restaurant zu sitzen und am Nachbartisch Leute zu beobachten, die ihren dampfenden Teller vor sich stehen haben und statt anfangen zu essen Fotos mit dem Handy machen. Diese Fotos werden auf sozialen Netzwerken wie Instagram gepostet, an Freunde verschickt oder einfach als Erinnerung behalten. Hauptsächlich geht es darum, andere an diesem Augenschmauß teilhaben zu lassen und einen dauernden regen Austausch an Rezeptideen und Restaurantbesuchen zu veranlassen. Außerdem ist es vor allem bei den Socialmedia-Nutzern immer bedeutsamerer Content, Bilder von einer Leidenschaft zu posten, die vorzugsweise alle Menschen jeglicher Altersgruppen teilen: die Liebe zu gutem Essen. So ist es als Foodblogger einfacher, eine große Reichweite und eine bunt gemischte Community aufzubauen.

Foodblogger machen es sich zur Hauptaufgabe, exotische Rezepte und Fotos ihrer selbstgemachten Kreationen zu verbreiten, sodass ein jeder diese nachkochen oder –backen kann. Hierbei ist entscheidend, die Gerichte so ansprechend wie möglich zu präsentieren und die Vorgehensweise so einfach wie möglich zu halten. Die Follower müssen das Bild sehen und selbst Lust bekommen es nachzumachen. Das Herrichten ist also mindestens so entscheidend, wie für eine Modebloggerin das präsentieren ihrer Kleidungsstücke, denn nur wenn etwas richtig in Szene gesetzt ist, wird es für denjenigen der es sieht verlockend.

Kultureller und kulinarischer Austausch

Inspiriert durch andere Nutzer und Seiten wird so der Einzelne dazu verleitet, sich seinerseits an dem regen Rezeptaustausch zu beteiligen und auch sein Können darzustellen. Für alle die nicht gerade kochbegeistert sind, heißt es eher beim Essengehen gute Foodhotspots zu bewerten und besonders liebevoll hergerichtete Speisen im Internet zu preisen.

So ermöglicht das Medienzeitalter einen kulturellen und kulinarischen Austausch für alle, sodass es jedem möglich ist seine Lieblingsrezepte selbst zu kochen um andere daran teilhaben zu lassen, oder neue außergewöhnliche Kombinationen zu testen.

Jenny Läpple ist eine junge Foodbloggerin aus der Region.

„Ich bin Jenny, 25 Jahre alt und liebe es in meiner Freizeit sportlich aktiv zu sein, sowie mich mit dem Thema Ernährung zu beschäftigen. Auf Instagram teile ich mit meinen Followern mein selbstgekochtes Essen. Dabei achte ich vor allem auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung und Lebensweise, sodass ich die Möglichkeit bekam für verschiedene Sportfirmen zu werben. Sport und Ernährung haben für mich seit längerer Zeit einen großen Stellenwert in meinem Leben und ich freue mich, wenn ich andere Menschen damit inspirieren kann.“

Interview mit Jenny Läpple:

Wie integrierst du die freizeitliche Foodblogger-Arbeit in dein Leben?

Ich integriere diese Tätigkeit hobbymäßig in meiner Freizeit, mache mir damit keinen Druck, sondern erfülle sie mit Spaß und Leidenschaft.

Wie viel Zeit beansprucht sie?

Ganz unterschiedlich, so wie es zeitlich reinpasst, mach ich an manchen Tagen mehr und an anderen Tagen weniger. Ab und zu geh ich auch gerne Essen und hab auch den ein oder anderen Cheatday.

Wie würdest du deinen Kochstil mit drei Worten beschreiben?

Bunt, Kreativ, Abwechslungsreich

Was sind deine Lieblingsrezepte?

Ich habe kein spezielles Lieblingsgericht, ich versuche viel Neues, vor Allem ist es mir wichtig, natürliche kaum verarbeitete Lebensmittel zu verwenden, sowie mich abwechslungsreich und gesund zu ernähren.

Auf welche Lebensmittel kannst du beim Kochen nie verzichten?

Buntes Gemüse, Obst, eine gesunde Protein- und Kohlenhydratquelle

Welche Zutaten verwendest du nie?

Fertigprodukte und Geschmacksverstärker, da diese den Geschmack und das Hungergefühl beeinträchtigen können.

Wen möchtest du mit deinen Rezepten erreichen?

Ich möchte alle Menschen inspirieren, die meine Seite sehen und zeigen, dass man mit natürlichen Lebensmitteln leckere Gerichte zaubern kann, vor Allem steht bei mir der gesundheitliche Aspekt im Vordergrund, da ich weiß wie sehr sich unterschiedliche Lebensmittel auf den menschlichen Organismus auswirken können- das heißt allerdings nicht, dass der Geschmack unter einer gesünderen Variante leiden muss!

Was macht dir so großen Spaß am Teilen von selbst gekochten Gerichten?

Ich freue mich, wenn ich anderen Menschen helfen kann, sich über einen gesünderen Lebensstil zu informieren und nachzudenken. Außerdem bin ich unfassbar dankbar für das überschwänglich positive Feedback.

Wie wichtig ist das ansprechende Präsentieren?

Da das Auge ja bekanntlich mitisst, ist es mir sehr wichtig meine Gerichte ansprechend zu dekorieren.

Woher sammelst du Ideen und Inspirationen?

Die meisten Ideen stammen von mir selbst, ich hole mir aber auch gerne mal Anregungen von Büchern und aus dem Internet.