Heidenheim / Manuela Wolf Der achte Teil der Serie „Heiligs Blechle“. Jede Woche werden hier ein Auto und sein junger Fahrer vorgestellt. Doch geht auch Alltag ohne Auto? NOISE-Autorin Manuela Wolf hat mit Nick Fodor gesprochen, für den Mobilität mehr ist als Motor starten und losfahren. Ihm gefällt die Idee, Menschen mit dem Bus sicher von A nach B zu bringen und dabei auch noch etwas für die Umwelt zu tun.

Wenn sich Nick Fodor für etwas begeistern kann, dann sind es Busse. Er steht an einem Samstagmorgen am ZOH und wartet auf die Linie 1, die zwischen Zanger Berg und Wehrenfeld verkehrt. Heute wird er sich mit dem Fahrer dieser Tour vielleicht über die Energiewende unterhalten, über die Herausforderung bei der Personenbeförderung oder das Berufsbild des Busfahrers.

Mehrere Dutzend Male im Monat, sagt er, nimmt er sich Zeit für sein Hobby, begleitet immer wieder andere HVG-Mitarbeiter auf ihren Wegen durch den gesamten Landkreis.

Zeitverschwendung ist das in seinen Augen nicht: „Damit bin ich bestens vorbereitet auf die Umschulung, die ich machen möchte. Die dauert zwei Jahre, dann darf ich selbst hinters Steuer.“

Das Auto Kennt keine Pauschalen

Ihm gefallen die leistungsstarken Motoren, ihm gefällt die Idee, Menschen sicher von A nach B zu bringen und dabei auch noch etwas für die Umwelt zu tun.

Mit seiner Monatsfahrkarte kann der 19-Jährige für 43 Euro schließlich sooft vom Osterholz in die Stadt und zurück fahren, wie er möchte – im Gegensatz zum Privatauto, das keine Pauschalen kennt und zudem in der Innenstadt auf einem gebührenpflichtigen Parkplatz abgestellt werden muss.

Nick Fodor: „Meinen Mazda CX 7 nehme ich deshalb nur, wenn ich mich außerhalb der Stadt mit Freunden treffen möchte oder zu meiner Verwandtschaft nach Ungarn fahre. Das wäre mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu umständlich.“