Kevin Gerstmeier aus Dettingen hat mit seinen 28 Jahre schon einen langen und erfolgreichen Werdegang hinter sich. Nach seinem Schulabschluss begann er 2011 eine Ausbildung zum Schreiner in der Schreinerei Baur in Herbrechtingen. Nach seiner Gesellenzeit besuchte er die Meisterschule in Garmisch-Partenkirchen und entschied sich, direkt danach das Studium für „Raum- und Objektdesign“ anzuhängen.

Ein Raum für Kreativität

Schon während seines Studiums gewann Kevin Gerstmeier einige Auszeichnungen und Preise für seine Entwürfe, bis er im Sommer 2019 sein eigenes Designstudio in Dettingen, „KG Design“, eröffnete. „Hier habe ich mir einen Raum geschaffen, in dem ich meiner Kreativität ausleben kann, mit viel Unterstützung von Freunden und Familie.“

Für Kevin ist es wichtig, dass alle seine Entwürfe in der Region produziert werden. Einen eigenen Onlineshop dafür hat er aber noch nicht. Die Produkte werden nur über Freunde, Bekannte, seine Homepage und Instagram vertrieben. „Ich habe mittlerweile auch ein paar gute Bekannte, die eine große Followerzahl auf Instagram haben und alle in dem Design Bereich erfolgreich sind. Sie unterstützen mich zusätzlich und teilen meine Ideen auf ihren Seiten, und mit deren Community geht da dann schon etwas.“ Zu seinen Produkten gehören unter anderem ein Stuhl, der ganz ohne Leim oder Schrauben zusammenhält oder ein Tisch in der Farbe rosa.

Youtube Aufbau des Stuhls „Minimum“ von Kevin Gerstmeier

Und jetzt kommt also noch ein Spiegel in Form eines Arsches hinzu. Aber wie kommt man denn auf so eine Idee? „Also beim „Arschgesicht“ war es eigentlich so, dass die Idee aus einem geselligen Abend heraus entstanden ist. Obwohl es eigentlich so banal und simpel ist, ist tatsächlich noch nie jemand auf diese Idee gekommen.“

""Arschgesicht" ist ein Muss für alle, die sich selbst nicht zu ernst nehmen. Inspiriert von der kritischen Auseinandersetzung mit der eigenen Person in einer digitalen und perfekt gestylten Welt, erinnert der Spiegel an das Wesentliche. Er regt zum Nachdenken darüber an, wer man wirklich ist und wie man sich zu dieser Welt positioniert." - KG Design
„„Arschgesicht“ ist ein Muss für alle, die sich selbst nicht zu ernst nehmen. Inspiriert von der kritischen Auseinandersetzung mit der eigenen Person in einer digitalen und perfekt gestylten Welt, erinnert der Spiegel an das Wesentliche. Er regt zum Nachdenken darüber an, wer man wirklich ist und wie man sich zu dieser Welt positioniert.“ - KG Design
© Foto: KG Design

Kevins Intention hinter dem Ganzen ist, dass man sich selbst im Spiegel anschaut und dann überlegt, wer man wirklich ist und wie man sich zu dieser Welt positioniert. Also ein Spiegel als Anregung zur Selbstreflektion. So gibt es also keine Ausrede mehr, sich kritisch mit seinem Spiegelbild auseinanderzusetzen. Und deshalb lautet auch Kevins Motto zum Spiegel: „Besser ein „Arschgesicht“ an der Wand, als eines zu sein!“