Seit 2008 kürt Langenscheidt jährlich das Jugendwort des Jahres. Dabei wurden in den vergangenen Jahren Wörter wie „i bims“ – „ich bin‘s“ in der sogenannten „Vong-Sprache“ – „Smombie“ – zusammengesetzt aus Smartphone und Zombie – oder „Gammelfleischparty“ – Bezeichnung für eine Party für Menschen über 30 Jahren – ausgewählt.

Bei der diesjährigen Wahl zum Jugendwort des Jahres gab es eine Besonderheit: Erstmals durften Jugendlichen nicht nur selbst Vorschläge einbringen, sondern auch online abstimmen. Daraus ergaben sich dann die Top Ten der diesjährigen Wahl zum Jugendwort des Jahres.

Das sind die Top-Ten-Kandidaten zum Jugendwort des Jahres 2020:

  • Schabernack (sarkastisch)
  • Mittwoch („Es ist Mittwoch meine Kerle", Frosch Meme)
  • Sauftrag (geplantes Besäufnis)
  • Wild/Wyld (heftig oder krass)
  • Lost (ahnungslos, unsicher oder unentschlossen)
  • No front (Erklärung, dass etwas nicht verletzend oder beleidigend gemeint ist)
  • Köftespieß (Meme zum Rapper Xatar: Das Lieblingsessen nach der Haftentlassung)
  • Digga/Diggah (Freund, Kumpel, Bro)
  • Cringe (Fremdscham auch als Adjektiv: cringe, unangenehm, peinlich)
  • Mashallah (Ausdruck für Lob, Kompliment: „Mashallah, die Hübsche")

Für diese Vorschläge konnte jeder seinen Stimme abgeben und so ergaben sich dann drei Wörter für das finale Voting: „wild“, „lost“ und „cringe“. Und gewonnen hat am Ende „lost“ mit 48 Prozent der Stimmen.

Doch was bedeutet „lost“ eigentlich?

„Lost“ ist ein englisches Wort, wird jedoch in der deutschen Jugendsprache häufig verwendet. Langenscheidt beschreibt es so: „Eine Person, die lost ist, ist ahnungslos, verloren oder hat einfach keinen Plan, was eigentlich gerade abgeht.“