Seit 2014, als er während eines Gardasee-Urlaubs einen Windsurfkurs gemacht hat, steht Maximilian Räuchle schon auf dem Brett. Damals war ihm schnell klar: „Ich bin einfach der geborene Windsurfer.“ Bei der diesjährigen Sportlehrwahl der Heidenheimer Zeitung hat der junge Windsurfer die meisten Stimmen erhalten und wurde so zum Sportler des Jahres 2020 gewählt.

Herzlichen Glückwunsch, du bist Sportler des Jahres 2020. Was bedeutet die Platzierung für dich?

Ich bin sehr glücklich über die Platzierung. Ich freue mich riesig darüber, dass mein Sport und ich so viel Unterstützung erhalten haben und hoffe, dass im Sommer einige die Faszination Windsurfen ausprobieren werden.

Wie wurde das Windsurfen zu deiner Leidenschaft?

Wassersport hat mich schon immer fasziniert. Das Zusammenspiel der Elemente ist ein einmaliges Erlebnis. Sobald man das erste Mal im Gleiten ist, ist es ein unbeschreibliches Gefühl. Kein Tag auf dem Wasser ist wie der andere und es gibt immer neue Abenteuer.

Konntest du coronabedingt im vergangenen Jahr überhaupt richtig trainieren?

Im Februar letzten Jahres konnte ich aufgrund einer Grippe nicht am Wintertraining auf Teneriffa teilnehmen. Ich konnte nur auf heimischen Gewässern trainieren und ab Pfingsten trainierte ich wieder am Gardasee.

Wo trainierst du am liebsten?

Meine Lieblingsspots sind der Gardasee, Südfrankreich und Teneriffa.

Wie ist dein sportliches Jahr trotz Corona gelaufen? Welche Wettkämpfe haben stattgefunden?

Leider haben nur sehr wenige Wettkämpfe stattgefunden. Trotzdem konnte ich an vier Wettkämpfen teilnehmen, was mich sehr gefreut hat.

Welcher Wettkampf war für dich bis jetzt das Highlight deiner Windsurf-Karriere?

Das absolute Highlight für mich war der letztjährige PWA (ProfessionalWindsurfingAssociation) World Cup in Kroatien. Erfolgreiche Nachwuchsfahrer können hier nur durch eine Wildcard teilnehmen. Ich hatte Glück; ich bekam eine...

Was schwirrt dir bei einem Wettkampf durch den Kopf?

Als ich mit Regatten angefangen habe, drehte sich alles darum, nicht zu stürzen und ins Ziel zu kommen. Mittlerweile zählt einfach nur noch die mentale Stärke. Jeder der Athleten ist extrem gut, alle haben top Material und somit kommt es immer auf den Start an und wer bei der ersten Boje die Nerven behält. Man muss sich das so wie bei der Formel 1 vorstellen. Alle rasen auf die erste Boje bzw. Kurve zu. Vor einem Rennen ziehe ich mich zurück, höre meine Playlist und versuche mich zu resetten.

Was erhoffst du dir von der kommenden Saison?

Nachdem ich dieses Jahr mein Abitur mache, wird es wahrscheinlich nur ein paar Trainingssessions über Ostern geben. Momentan sind alle Rennen auf on hold. Ich hoffe jedoch, dass ich das ein oder andere Worldcup Rennen bzw. Weltmeisterschaft mitfahren kann.

Was sind deine Tipps für Windsurf-Einsteiger?

Da es am Anfang nicht so viel Spaß (man fällt oft ins Wasser) macht, ist es wichtig dran zu bleiben und sich durchzubeißen. Sobald man das erste Mal im Gleiten ist, hat es einen gepackt und man kann einen richtigen Rausch der Sinne erleben.

Was ist für dich das Beste an deiner Sportart?

Natürlich auf dem Wasser zu sein. Aber auch das Reisen. Da lernt man viele unterschiedliche Kulturen und Menschen kennen.