Katharina Haas ist bereits seit ihrer Kindheit begeisterte Skifahrerin und hat inzwischen viele Preise abgeräumt. Bei der diesjährigen Sportlerwahl der Heidenheimer Zeitung hat die junge Sportlerin des SC Gerstetten den dritten Platz belegt.

Herzlichen Glückwunsch, Katharina. Du bist drittplatzierte bei den Damen der diesjährigen HZ-Sportlerwahl. Was bedeutet die Platzierung für dich?

Es ist auf jeden Fall wieder eine Motivation für den weiteren sportlichen Weg. Man sieht, wie viele Personen hinter einem stehen und es ist eine schöne Bestätigung für seine Leistung.

Seit wann stehst du schon auf den Brettern? Wie wurde das Skifahren zu deiner Leidenschaft?

Mit ungefähr 2 Jahren war es das erste Mal. Meine Eltern haben anfangs mit mir im Garten geübt, bevor es an den großen Lift ging. Meine ganze Familie ist sehr skibegeistert, weshalb ich fast keine andere Wahl hatte, als Ski zu fahren. Dafür kann man sich sehr glücklich schätzen, dass sie einem das Skifahren beigebracht und über die vielen Jahre auch ermöglicht haben.

Wie bist du von einer Hobbyskifahrerin zur Wettkämpferin geworden?

Das erste Rennen hab ich mit ungefähr 5 bestritten. Man war viel mit dem Verein unterwegs und irgendwann hat man dann angefangen, Rennen zu fahren. Anfangs waren es nur Bezirksrennen. Jahr für Jahr ging es auf „größere“ Wettkämpfe. Jetzt bestreite ich meistens FIS rennen, welche international besetzt sind.

Bereits im Alter von fünf Jahren ist Katharina Haas ihre ersten Rennen gefahren.
Bereits im Alter von fünf Jahren ist Katharina Haas ihre ersten Rennen gefahren.
© Foto: privat

Wie konnte dein Training in diesem Jahr trotz Corona stattfinden?

Das Sommertraining konnte relativ normal stattfinden. Klar hab es kleine Einschränkungen, wie bestimmte Zeiten, in denen man nur in den Kraftraum durfte, um zu viele Menschen im kleinen Raum zu vermeiden. Durch die Ausreise- und Einreiseregeln mussten wir uns immer testen lassen, wenn wir auf einen Schneelehrgang nach Italien oder Österreich fahren wollten. Im Allgemeinen lief es für uns jedoch ziemlich normal ab.

Wie kann man sich das Training einer Skifahrerin vorstellen und was machst du im Sommer?

Meistens muss man sehr früh aufstehen. Wenn man auf der Piste ist, fährt man sich erst ein paar Fahrten frei auf der Piste ein, bevor es in den Lauf geht. Dort absolviert man dann die Trainingsläufe. Auch die Zeit wird im Training meistens aufgebaut. Nachmittags bewegt man sich noch ein bisschen. Entweder man spielt Volleyball, Fußball oder macht ein paar Schnelligkeits- oder Koordinationsübungen.

Im Sommer trainiert man sehr viel an seiner Fitness, Ausdauer, Balance, Schnelligkeit, Koordination. Vor allem das Krafttraining ist ein wichtiger Bestandteil. Die ersten Schneelehrgänge finden oft auch schon Ende Juli statt. Einen „richtigen“ Sommer ohne Schnee gibt es für uns Skifahrer fast gar nicht.

Wo trainierst du am liebsten?

Einen richtigen Lieblingshang habe ich nicht wirklich. Im Sommer sind wir meistens in Saas Fee oder am Stilfser Joch. Im Winter sind wir meistens in Deutschland unterwegs. Mein „Heimhang“ am Oberjoch oder der Jenner in Berchtesgaden gefallen mir am besten.

Wie ist dein sportliches Jahr trotz Corona gelaufen? Was hast du trotzdem erreichen können und welche Wettkämpfe haben stattgefunden?

Durch meine Verletzung bin ich jetzt erst in das Renngeschehen eingestiegen. Davor hab ich die ganze Zeit nur trainiert. Wir haben aber das Glück, das die meisten Wettkämpfe unter strengen Auflagen stattfinden konnten. Somit hab ich noch viele Möglichkeiten, am Rennen teilzunehmen.


Skifahrerin Katharina Haas hat bei der diesjährigen Sportlerwahl den dritten Platz belegt.
Skifahrerin Katharina Haas hat bei der diesjährigen Sportlerwahl den dritten Platz belegt.
© Foto: Dominik Berchtold

Was waren besondere Highlight in deiner Skifahr-Karriere?

Auf jeden Fall die Jugend Olympischen Spiele in Lausanne 2020. Es war ein richtig cooles Erlebnis. Die Atmosphäre war der Wahnsinn. Man erinnert sich sehr gerne daran. Außerdem war es auch sehr cool, als ich deutsche Schülermeisterin im Slalom geworden bin. Das Rennen fand am Feldberg statt und alle haben mit einem mitgefiebert, was auch richtig cool war.

Was schwirrt dir vor und während einem Wettkampf durch den Kopf?

Vor dem Rennen geht man den Lauf im Kopf noch mal durch und konzentriert sich. Während dem Lauf denkt man an fast gar nichts, außer schnell Ski zu fahren. Man versucht sein Können vom Training, dann im Rennen abzurufen.

Was ist für dich das Tollste an deiner Sportart?

Dass man draußen an der frischen Luft ist und es so viel Spaß macht, die Piste schnell runter zu fahren. Was ich auch sehr cool finde, dass der Sport so vielseitig ist. Wenn man eine Trainingspause hat, kann man zusammen mit seiner Familie Skifahren gehen. Das ist immer eine gelungene Abwechslung zu dem anstrengenden Training.

Was erhoffst du dir von der kommenden Saison?

Verletzungsfrei zu bleiben, weiter Spaß haben und natürlich immer schneller Ski zu fahren.

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Heidenheim

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