Am Valentinssonntag tummelten sich Jung und Alt in Steinheim scheinbar ziemlich sorglos auf dem nur nahe der Bushaltestelle rissigen Eis. Im „Eisstadion Ried“ wurde vor den Toren Steinheims am Nachmittag so manche Eishockey-Partie ausgetragen. Gezimmerte Holzböcke, die sonst Holzdielen als Gerüstplattform aushalten, waren schnell von Zuhause mitgebracht und als Tore auf dem Eis aufgestellt und wie im richtigen Leben so wenig verankert, dass sie bei einem Angriff samt Torwart einfach mal verschoben werden.

Etliche Spaziergänger genossen nicht bloß die Sonnenstrahlen sondern auch das Treiben auf dem Eis – mit gebührendem Abstand und Erinnerungen an früher, als es noch richtig Winter war.

Heidenheim

Damals gingen die Steinheimer ins Ried, um mit Schlittschuhen es den Eisprinzessinnen (im Fernsehen) gleich zu tun. Als es bei der evangelischen Peterskirche noch den Pfarrweiher gab, herrschte dort sportliches Leben auf der Eisfläche. Nicht ungefährlich aber ist dagegen die Lehmgrube, wenn das Eis noch nicht trägt und die Gefahr des Einbrechens nicht zu unterschätzen ist.

Eislaufen kann gefährlich sein

Die Feuchtwiesen im Ried liegen aktuell unter einer dünnen Eis- und Schneedecke. Trotzdem darf, so machen die dreieckigen Schilder mit dem Steinadler deutlich, dieses Naturschutzgebiet nicht betreten werden. Eislaufen oder Pirouetten mit dem Kinderwagen sind jedoch nicht ausdrücklich verboten.

Youtube Eislaufen auf einem gefrorenen Feld in Steinheim

Jeder ist gut beraten, einen Blick auf die Eisfläche zu werfen. Wenn Wasser nach oben drückt, wird die Sache bedrohlich. Außerdem gibt es unter der Eisfläche offene Gräben, in denen Wasser fließt und wo sich durch den Abfluss gefährliche Hohlräume unter der Eisdecke bilden können. Schließlich könnten Tiere gestört werden, die in dem vorhandenen Buschwerk Zuflucht suchen. Teilweise sind die „Wasserlöcher“ im Ried im aufgetauten Zustand bis zu 80 Zentimeter tief.