Bei der Familie Käßmann aus Steinheim steht am Mittwoch, 10. November, das große Fest der Diamantenen Hochzeit an.

Kennengelernt hatte sich das Ehepaar damals bei der Firma Ploucquet, richtig gefunkt hatte es dann während eines Volksfestes in Heidenheim.

Maria Käßmann, geborene Lutz, wurde am 28. Oktober 1942 geboren und wuchs in Heidenheim auf. Nach ihrer Lehre in der Einzieherei und Weberei kehrte sie nach den Jahren der Kindererziehung wieder zu Ploucquet zurück. Nach zehn Jahren wechselte sie dann zum Textileinzelhändler „C und A“ und blieb ihrem zweiten Arbeitgeber bis zum Renteneintritt 19 Jahre später treu.

Josef Käßmann kam am 18. Mai 1935 zur Welt und wuchsebenfalls in Heidenheim auf. Nach dem Besuch der Textilingenieurschule Reutlingen brachte es der heute 85-Jährige in 44 Betriebsjahren bis zum Webmeister bei Ploucquet. Daneben war er vier Jahre Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Heidenheim und ganze 31 Jahre Mitglied der Werkfeuerwehr Ploucquet, davon 12 Jahre als Kommandant.

Geheiratet wurde am 10. Februar 1961 in Heidenheim, neun Jahre später folgte dann der Umzug ins Eigenheim nach Steinheim.

Heute geht es das Ehepaar eher locker an: Während Frau Käßmann Freude am Stricken und dem eigenen Garten samt Gemüse und Blumen hat, schrieb ihr Ehemann mit „Zurück ins Mutterland“ und „200 Jahre C. F. Ploucquet in Heidenheim“ zwei in der Region bekannte Bücher. Mittlerweile gibt es zwei Söhne, sieben Ekel und zwei Urenkel

Das Geheimnis einer solchen langen Ehe? Josef Käßmann bringt es auf den Punkt: „Alles was zählt, ist die Ehrlichkeit zueinander.“

Ihren 60. Hochzeitstag feiern sie wegen der Pandemie gar nicht. „Aber wenn das alles mal vorbei ist holen wir das Jubiläum mitsamt meinem 85. Geburtstag nach“, sagt Käßmann und lacht.