Geschätzte 15.000 Quadratmeter dehnt sich vor den Toren Steinheims im Ried ein See aus und lockt in Scharen nicht nur Stockenten an: Am Samstag gesellte sich zu dem Federvieh ein junger Höckerschwan dazu, der sich nicht stören ließ. Sein Federkleid stellt sich farblich von braun auf weiß um. Der Jungschwan tauchte immer wieder und sucht auf dem Grund des Gewässers nach Futter.

Youtube Schneeschmelze füllt Teich vor Steinheim

Schwanensee in Sichtweite vom Klosterhof. Statt der Musik zum gleichnamigen Ballett von Pjotr Iljitsch Tschaikowski erklang vielmehr das Geschnatter der Enten und das gelegentliche Kreischen von Rabenvögeln. Die vielfach beobachteten Rostgänse sind indessen noch nicht zurück. Die im letzten Jahr vorgenommenen Arbeiten für einen höheren Pegelstand im Ried sind erfolgreich. Es wurde ein spezieller Überlauf eingebaut und ein kleines marodes Wehr gegen ein Neues getauscht.

Kein Nachteil durch Wasserstauung

Es wird zwar jetzt mehr Wasser aufgestaut, ohne dass den für die Bewirtschaftung reservierten Wiesen ein Nachteil entsteht. Karl Brüche vom Bund Steinheim zeigt sich recht zufrieden: „Das sieht wirklich gut aus“. Auch wenn jetzt infolge Versickerung die Fläche des Schwanensees kleiner wird, sollen doch das Jahr über diese Wiesen in Sichtweite vom Klosterhof nicht mehr so trocken fallen wie in der Vergangenheit, hofft Brüche. Nach Dauerfrost und überraschend viel Schnee sorgte das Tauwetter für einen ansehnlichen Teich im Ried.

Im Übrigen warten die Vogelschützer noch darauf, dass sich auf dem Klosterhof im dort schon seit Jahren auf dem Dach einer Scheune vorhandenen Horst endlich eine Storchenfamilie niederlässt.