Auf deutliche Kritik stößt vielerorts die neuerliche Verfügung des Landes Baden-Württemberg, die der Oberkirchenrat im Zusammenhang mit den staatlich verordneten Ausgangsbeschränkungen in der zweiten Welle der Covid-19-Pandemie umsetzt. Da heißt es, es gebe „keinen triftigen Grund, um das Haus zu verlassen und sich zur stillen Andacht in eine Kirche zu setzen“. Die Kirchenleitung fordert daher eine Schließung der Gotteshäuser. Dem wurde vielfach nachgekommen.

Die evangelische Peterskirche in Steinheim mit ihrer Dauerausstellung über den Pfarrer und Liederdichter Philipp Friedrich Hiller, dessen Todestag sich voriges Jahr zum 250. Male jährte, ist ab sofort nur noch zu den Gottesdienstzeiten geöffnet. Pfarrer Andreas Neumeister bedauert die Schließung: „Ich kann nichts dafür.“ Eine genaue Registrierung der Gläubigen wird vor jedem Gottesdienst vorgenommen. Tritt kein Pandemiefall ein, werden diese personenbezogenen Daten nach längstens vier Wochen vernichtet.

Die Peterskirche ist eines der wenigen evangelischen Gotteshäuser im Kirchenbezirk, das unter normalen Umständen zur stillen Andacht an Werktagen besucht werden kann.