Steinheim / Klaus-Dieter Kirschner Ab sofort muss kein Privatwagen mehr als Zugfahrzeug dienen, wenn die Rotkreuz-Bereitschaft Steinheim zu einem größeren Einsatz ausrücken muss. Mit Gottes Segen, gespendet durch Pastor Karsten Maul von der Christusgemeinde, endete die schlichte Feierstunde.

Feuerwehr und Rotes Kreuz sind es gewöhnt: Keine Feier, in die nicht doch ein Alarm platzt. Und so mussten die Helfer-vor-Ort davon rennen, bevor überhaupt die wichtigsten Worte bei der Fahrzeugweihe am Mittwochabend gesprochen waren. Bürgermeister Olaf Bernauer war zugegen, Kreisbereitschaftsleiter Frieder Fucker ebenso und der neue DRK-Kreisgeschäftsführer Mathias Brodbeck. Die Feuerwehr war durch Kommandant Uli Weiler und den Abteilungskommandanten Martin Prager vertreten.

Den Willkommensgruß an die Versammlung und die Rotkreuz-Aktiven entbot auf dem Rathausvorplatz unter nebeltrübem Abendhimmel Bereitschaftsleiterin Rosalia Tietböhl. Fürs Rote Kreuz sei das wirklich ein großer Tag, der zusätzliche Motivation im Dienst am Mitmenschen schenken werde.

Kreisbereitschaftsführer Frieder Fucker überbrachte die Grüße des erkrankten Katastrophenschutzbeauftragten Udo Lindlein und freute sich über die fahrzeugmäßige Verstärkung in der Einsatzeinheit I – nördlicher Landkreis. Das Rote Kreuz werde damit in Steinheim noch mobiler.

„Es freut uns alle doch sehr, dass unser Rotes Kreuz so ein Fahrzeug bekommen hat,“ sagte Bürgermeister Olaf Bernauer. Er sah in dem neuen Mannschaftswagen auch eine Anerkennung der Arbeit und des Aufschwungs, den das DRK in Steinheim in den letzten Jahren genommen hat. Die Helfer vor Ort hätten inzwischen ja mehr Einsätze als die Feuerwehr. Es sei für die Gemeindeverwaltung keine Frage gewesen, dass das Rote Kreuz für seinen Fuhrpark in der ehemaligen Post alle Tore aufgemacht wurden. Dort parke auch die Polizei ihr Einsatzfahrzeug und der Amtsbote sein Dienstfahrzeug.

Die Glückwünsche der Gesamtfeuerwehr Steinheim überbrachte Kommandant Uli Weiler und dankte für die bisher gute Zusammenarbeit mit dem haupt- und auch dem ehrenamtlichen Sanitätsdienst.

Pastor Karsten Maul zitierte den Apostel Paulus in seinem Brief an die Galater: „Lasst uns Gutes tun, so lange es Zeit ist.“ Genau nach der Devise würden Rotes Kreuz und Feuerwehr für die Mitbürger da sein. Alle mögen stets erfolgreich sein und gesund aus den Ernstfällen heimkehren.

Äußerst „gut“ beschäftigt war die seit letzten Juni aktive Helfer-vor-Ort-Gruppe des DRK. Sie umfasst acht Mitglieder und musste zu 99 Einsätzen ausrücken. Darin nicht enthalten sind eventuelle Fehlalarme, bei denen ein Ausrücken wenig nach dem Alarm durch die Rettungsleitstelle Ostalb abgesagt wurde.