Der hohe und auch große Baumbestand hat der Dorfhülbe in Küpfendorf in den vergangenen Jahren regelrecht das Wasser weggenommen und den unter Naturschutz stehenden Teich verlanden und weitgehend austrocknen lassen. Die noch im vorigen Jahr angestrebte Sanierung konnte nun erst in diesem Herbst vorgenommen werden.

Die Forstwirte der Gemeinde hatten unter Leitung von Revierförster Andreas Kühnhöfer die Bäume gefällt und lediglich von zweien einen Teil der unteren Stämme stehen lassen. Der eine Baum hatte im Verlauf vieler Jahre damit begonnen, das Hinweisschild auf die geschützte Hülbe „aufzufressen“.

In der Folge wurde durch eine Fachfirma die Hülbe ausgebaggert. Die Firma Weiss aus Gundelfingen baute eine neue Lehmschicht ein, die zwischen 30 und 40 Zentimeter mächtig ist. „Gute Arbeit haben die geleistet“, betonte auf Anfrage Heinz Huber, der Leiter des Bauhofs der Gemeinde. „Endlich ist die Hülbe wieder dicht.“

Zaun wird erneuert

Hubers Männer hatten vor dem Start der Sanierung den vorhandenen, teils morschen Staketenzaun um die Hülbe entfernt. In Bälde soll ein neuer Zaun hinkommen, „obwohl ja auch der Bodensee nicht eingezäunt ist“, meinte Huber lachend. Seine Männer stünden fürs Einzäunen bereit und warteten nur noch auf das „Go“ aus dem Bauamt.

Inzwischen steht in der Hülbe schon einen Meter hoch das Wasser. Es handelt sich um Oberflächenwasser oder Regenwasser, das sich auf dem Dach des Hofs Stegmaier sammelt. Üblicherweise werden in kleinen Ortschaften derartige Teiche im Brandfall als Löschteich genutzt.