Drei Monate vor seinem 95. Geburtstag starb am Montag der frühere Söhnstetter Pfarrer Reinhold Fröhlich. Seit seinem Abschied 1988 in den Ruhestand lebte Fröhlich mit seiner Frau Marianne im benachbarten Sontheim im Stubental. Als Ruhestandspfarrer war er nur noch vereinzelt als Prediger zu erleben. Dafür aber engagierte er sich bis Dezember 2019 im Männerchor Steinheim und im evangelischen Kirchenchor als Tenor. 31 Jahre gehörte Fröhlich dem Kirchenchor, 14 Jahre dem Männerchor an.

Reinhold Fröhlich wurde am 12. November 1925 in Urach geboren, nach dem Abitur studierte er Theologe und bestand 1954 die erste, 1956 die zweite theologische Dienstprüfung. Nach den Vikarsjahren trat er 1958 in Sonnenbühl-Erpfingen seine erste Pfarrstelle an. 1972 wechselte die Pfarrfamilie nach Söhnstetten als Nachfolger von Pfarrer Schaz und wirkte hier bis 1988. Der damalige Bürgermeister Dieter Eisele bescheinigte beim Abschied in den Ruhestand: „Die Fröhlichs sind der ideale Typ einer PfarrfamiIie auf dem Lande.“

Der damalige Dekan Traugott Scheytt würdigte Reinhold Fröhlich für 34 Jahre Seelsorge. Geschätzt war Fröhlich durch seine intensive Beschäftigung mit den Heiligen Schriften und deren Auslegung in den Predigten. Marianne Fröhlich, die vor zwei Jahren starb, brachte sich in Söhnstetten viele Jahre als Organistin ein und sang nach dem Umzug nach Sontheim im Steinheimer Kirchenchor. Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor, die jedoch nicht in Vaters Fußstampfen traten. Um den Senior trauern außerdem elf Enkelkinder. Die Trauerfeier ist kommenden Freitag um 11 Uhr auf dem Steinheimer Friedhof. Klaus-Dieter Kirschner