Zum Inhalt: Alice lebt zurückgezogen auf der Farm ihrer verstorbenen Eltern und ihre ganze Leidenschaft sind ihre Bienenvölker. Als ihr Ehemann plötzlich stirbt, kämpft sie mit Panikattaken und sucht Hilfe für die Versorgung ihrer Bienenvölker. Jake, der nach einem Unfall im Rollstuhl sitzt, findet Trost in der Musik, denn er hat ein außergewöhnliches Gehör dafür. Harry ist nach seinem Gefängnisaufenthalt ziemlich orientierungslos und lebt bei seinem Onkel im Wohnwagen. Als dieser stirbt, braucht er dringend einen Job. Außerdem verheimlicht er etwas aus seiner Vergangenheit. Die drei könnten unterschiedlicher nicht sein und trotzdem kreuzen sich ihre Wege: Die jungen Männer helfen der Imkerin auf ihrer Bienenfarm bei der Bienenzucht. Doch eines Tages erkennt Jake, dass mit manchen Bienenstöcken etwas nicht stimmt: Das Summen darin hat sich ganz eindeutig verändert …

Mut fürs Leben fassen

Mein Fazit: Drei Menschen, die sich in einer Krisensituation befinden, begegnen sich, lernen voneinander und fassen neuen Mut für ihr Leben. Die Charaktere sind sehr gut getroffen und nicht nur das persönliche Schicksal der Protagonisten und deren Umgang damit, sondern auch die Folgen von chemieverseuchten Düngemitteln, die ein Bienensterben mit sich bringen und gegen die die drei Protagonisten ankämpfen, werden thematisiert. Jedes Kapitel beginnt mit einer kurzen Information zum Bienenvolk von L.L. Langstroth, der die Imkerei erforscht hat. Ich habe viel über das kleinste, hochsozialisierte Haustier der Welt gelernt und die Verbindung der beiden Handlungsstränge ist der Autorin sehr gut gelungen.

In der Steinheimer Bibliothek verfügbar oder im Buchhandel für 22 Euro zu kaufen.