Küpfendorf / HZ Ein Leserbrief zur geplanten Photovoltaik-Anlage bei Küpfendorf

Schon seit Längerem werden wir von den Medien über die Auswirkungen des Klimawandels informiert: Erderwärmung, Abschmelzen der Pole, Anstieg des Meeresspiegels, Klimaflüchtlinge etc. Darüber wissen wir längst Bescheid.

Wir brauchen erneuerbare Energien, alle wollen den Ökostrom – aber nicht vor der Haustüre!

Mittlerweile gehen unsere Kinder auf die Straße, um für den notwendigen Klimaschutz zu demonstrieren. Sie fordern von der Politik und damit von uns allen eine lebenswerte Zukunft und wollen uns die Augen dafür öffnen, dass wir mit Maßnahmen bzw. mit der Förderung der erneuerbaren Energien nicht mehr warten können. Möglicherweise wird uns diese Generation einmal anklagen, warum wir nicht eher gehandelt haben. Jetzt müssen wir endlich Verantwortung übernehmen und dürfen unsere Befindlichkeiten nicht länger in den Vordergrund stellen.

Die Lage der PV-Anlage in Küpfendorf ist für die Energiegewinnung sehr gut geeignet. Es handelt sich um benachteiligtes Gebiet mit steinigem Ackerland. Fast alle Nachkommen der ehemals elf Bauern haben inzwischen einen Lebensunterhalt außerhalb der Landwirtschaft.

Da die PV-Anlage zum Waldrand hin und in einer Senke errichtet werden soll, ist sie weder von der Zufahrtsstraße noch vom Wohnort aus einsehbar. Sichtbar sind jedoch das AKW Gundremmingen und zahlreiche Windkraftanlagen im Kreis Heidenheim, deren Anblick uns vertraut sind. Könnten wir uns da nicht auch an ein Solarfeld gewöhnen?

Im Bewusstsein, dass hier völlig schadstofffreie erneuerbare Sonnenenergie „geerntet“ und in die Zukunft unserer nachfolgenden Generationen investiert wird, sollte uns das nicht schwer fallen.

Außer der Energiegewinnung gibt es weitere Vorteile, die dem Ort zu Gute kommen. Es sind für circa 20 bis 30 Jahre keine zahlreichen Arbeitsgänge mit Traktoren etc. zur Bewirtschaftung der Grundstücke erforderlich. Lärm und CO2 wird vermieden. In den um die Anlage herum anzupflanzenden Hecken können Vögel ungehindert nisten und die Blühstreifen dienen Bienen und anderen Insekten.

Sollten die Eigentümer der Grundstücke mehr Pachtzins und die Gemeinde Steinheim einen Gewerbesteueranteil erhalten, so hat das auch seine Berechtigung. Schließlich hat die Gemeinde Steinheim in naher Zukunft für unseren kleinen Ort hohe finanzielle Aufwendungen, z.B. für den Ausbau eines schnelles Internets.

Es bleibt zu hoffen, dass das Vorhaben möglichst rasch umgesetzt wird.

Elsbeth Kaschta, Küpfendorf