Auch ich möchte mich der Kritik an der Umsetzung des geplanten Solarpark-Projekts anschließen. Da die Bebauungspläne öffentlich einsehbar sind, kann man feststellen, dass Versprechen des Investors, die im Zuge des Bürgerentscheids in Steinheim und bei einer Einwohnerversammlung in Küpfendorf gemacht wurden bezüglich Breite der Blühstreifen, Bodenabstand des Zauns, Reduzierung der Modulhöhe im oberen Drittel, nicht eingehalten werden oder im Bebauungsplan überhaupt nicht mehr auftauchen.

Da helfen auch keine beschwichtigenden Worte des Investors. Aufbau von Vertrauen geht anders. Die Bürger Steinheims haben im Bürgerentscheid entschieden, dass der Solarpark gebaut werden soll. Das steht fest.

Gemeinderat kann Vorgaben machen

Jetzt darf der Investor aber auch zeigen, dass er es mit einer landschafts- und naturverträglichen Gestaltung, zum Beispiel über eine weitere Reduzierung der Modulhöhe und über eine nachhaltige Biodiversitäts-Strategie für die stark bedrohte Artenvielfalt, die keine einfache Billiglösung mit Alibi-Blühstreifen darstellt, wirklich ernst meint. Hier hat auch der Steinheimer Gemeinderat die Möglichkeit auf mehr zu drängen als die standardisierten Mindestanforderungen und er könnte so diese Anlage gleichzeitig zu einem ökologischen Vorzeigeobjekt werden lassen.

Wirklicher Mehrwert sollte erzielt werden

Ziel hinter alldem sollte sein, dass durch die Planungen ein wirklicher Mehrwert für die betroffenen Flächen in Küpfendorf entsteht, der das Leben der Pflanzen und Tierwelt nachhaltig fördert und letztlich auch für den Menschen einen Gewinn darstellt. Und aus diesem Grund ist es wichtig, dass Vorschläge und Anregungen aus der Bürgerschaft und der öffentlichen Träger nicht einfach weggewischt sondern ernst genommen werden. Es geht darum, den Menschen die Hand zu reichen, denn letztlich ist es nicht der Investor, sondern es sind die Einwohner Küpfendorfs, die 30 Jahre mit dieser Anlage in direkter Nachbarschaft leben müssen.

Frank Blümlinger, Steinheim