Steinheim / HZ Leserbrief zum Umbau der B466 („Es wird wohl kein Tempo 30 geben“, Ausgabe vom 12. Mai).

Mitten durch Sontheim im Stubental führt die L1165 von Gerstetten in Richtung Bartholomä mit  einem stetig zunehmendem Verkehrsaufkommen. Rückblick: Bei der letzten Verkehrszählung von 2017 wurden in 24 Stunden 3642 Fahrzeuge, davon 128 Schwerlastfahrzeuge, gezählt. Die Haltestellen für den Schulbus stehen direkt an einer Kurve, die Schul- und Kindergartenkinder müssen diese Straße mindestens einmal überqueren. Bis heute gibt es für die Sontheimer Kinder weder einen Schulwegeplan noch ein Wartehäusle.

Während des Ausbaus der B466 zwischen dem Sontheimer Wirtshäusle und der Kreuzung am Tierheim werden 13 000 bis 15 000 Fahrzeuge mit umleitungsgenervten Lenkern erwartet, die dann nicht nur durch Sontheim, sondern auch durch Steinheim fahren müssen. Vor diesem Szenario ist es unverständlich, dass seitens des Regierungspräsidiums und der Heidenheimer Verkehrsbehörde weder Geschwindigkeitsbegrenzungen noch Überquerungshilfen erforderlich erscheinen. Geradezu zynisch erscheint der Hinweis der Verkehrsbehörde auf den Polizeibericht, dass die Ortsdurchfahrt Sontheim im Hinblick auf die Unfallhäufigkeit als „unauffällig“ gilt. Muss dann demzufolge erst etwas passieren, um vernünftige Maßnahmen zur Verhinderung von Unfällen zu ergreifen?

Die angekündigten provisorischen Fußgängerampeln sind nach der Baumaßnahme an der B466 wieder weg und die erwähnten Probleme bestehen immer noch. Es bleibt zu hoffen, dass sich die beteiligten Behörden der Sorgen unseres Dorfes um eine sichere und vernünftige Verkehrsregelung annehmen und sich zu besseren Maßnahmen durchringen können.

Klaus Sautter, Sontheim im Stubental