Pandemie, Lockdown und Homeschooling haben Länder und Kommunen dazu gezwungen zu hinterfragen, ob die Digitalisierung der Schulen schon weit genug fortgeschritten ist. In vielen Fällen muss die Antwort wohl Nein lauten. Das Förderprogramm Digitalpakt Schule soll hier Abhilfe schaffen. Grundlage für Zuschüsse sind allerdings Medienentwicklungspläne, die auch für die Steinheimer Hillerschule und für die Söhnstetter Seebergschule bereits ausgearbeitet wurden.

W-Lan und Endgeräte für 70.000 Euro

Im Steinheimer Gemeinderat ging es nun zunächst um die Vergabe der Lieferung von Endgeräten und der notwendigen Netzinfrastruktur für die Steinheimer Hillerschule. Knapp mehr als 70.000 Euro wird das kosten. Konkret geht es um die Ergänzung der Infrastruktur mit W-Lan und um die Ausstattung der Klassen- und Fachräume mit Beamern, Leinwänden, Dokumentenkameras etc.

die Gemeinderäte beschlossen die Vergabe zwar einstimmig, es wurde aber auch Kritik am Tempo laut, mit dem die aus den Medienentwicklungsplänen abgeleiteten Maßnahmen umgesetzt werden. Mathias Brodbeck (Freie Wählervereinigung): „Gerade vor dem Hintergrund der Pandemie dauert mir das alles einfach zu lange.“ Hans-Peter Stoll vom Technischen Bauamt hatte zuvor angekündigt, dass alle Maßnahmen sowohl in Steinheim als auch Söhnstetten im Laufe des kommenden Jahres abgeschlossen sein sollen. Die Medienentwicklungspläne waren allerdings schon 2020 Thema.

Alles auf einmal bestellen geht nicht

Bürgermeister Holger Weise gab zu, dass das Tempo langsam anmute, was allerdings unterschiedliche Gründe habe. Es sei beispielsweise nicht mögliche die komplette Infrastruktur und alle Endgeräte auf einmal zu bestellen, weil man dann über dem vorgegebenen Fördersatz liege. Weise versicherte, dass man nach Abschluss aller Maßnahmen in Steinheim und Söhnstetten sehr gut ausgestattet sei.