Es war eine Abstimmung mit Füßen und dazu wurde noch am Einheitsmontag prächtiges Spätsommerwetter spendiert: Halt so, wie die Steinheimer es verdienen, meinte ein alter Festbesucher und prostete mit seinem Bierkrug zu. Zwei Jahre Pause wegen Corona. Das war nicht gut, fand auch Rudolf Maier, der Heimatvereinsvorsitzende, und zeigte sich überwältigt „von dem Riesenansturm beim Klosterfest“.

Backstube im Hochbetrieb

Nicht nur nach Maiers Einschätzungen waren schon seit vielen Jahren nicht mehr so viele Leute im Klosterhof versammelt. Es gab dort heuer einiges Neues: Künftig sind Musikverein (Wirtschaftsdienst) und Heimatverein gemeinsam Gastgeber und teilen sich die Arbeit. Das erprobte Musikerteam sorgt für Speis und Trank, der Heimatverein für die vielen Attraktionen drum herum: So herrschte rund um die Uhr hohe Betriebsamkeit in der einstigen Backstube der Augustiner. Trotz allem Fleiß war zeitweise das hochbegehrte Holzofen-Bauernbrot nimmer zu haben und Warten angesagt.

Handwerk vorgeführt

In der Schmiede wurde ziemlich draufgehauen auf glühendes Eisen, am historischen Webstuhl sauste das Schiffchen hin und her. Die Besucher konnten sich schier nicht sattsehen, wie dort unter geschickter Hand ein Stück Stoff immer länger wurde.

Im großen Raum der Heimatstube surrten die Spinnräder. Die Vorführungen der alten handwerklichen Tätigkeiten stießen auf großes allgemeines Interesse, allenthalben war mächtig viel los. Bürgermeister Holger Weise freute sich in kurzer Rede, welch großen Stellenwert und Anziehungskraft doch dieses Heimatfest hat. Er dankte den ungezählten Helferinnen und Helfern vor und hinter den Kulissen für großen Einsatz.

Neuer Kalender

Mit Sicherheit waren all die Leute am späten Montagabend ganz schön platt und geschafft. Und die Rotkreuz-Bereitschaft war für alle Fälle zur Stelle. Gleiches galt für die Bürgerstiftung, die fürs kommende Jahr einen neuen Kalender vorstellte. Vermutlich ist da auch der nächste Termin fürs Klosterfest schon dick angestrichen.