Nach lebenslangem Stress und einem heftigen Schuss vor den Bug in Form eines schweren Herzinfarkts hat Vujica Randjelovic seinen Beruf an den Nagel gehängt, sein Restaurant Nada geschlossen und den Partyservice eingestellt. „Ich muss kürzer treten und will nun endlich mehr Zeit für die Familie und die Enkel haben“, sagt Randjelovic.

Insgesamt war der aus Serbien stammende Gastronom 22 Jahre in Steinheim aktiv. Die ersten vier Jahre versorgte er die Besucher des TV-Vereinsheims mit Speis und Trank. Danach eröffnete er das „Nada“ an der Hauptstraße. Seine Frau Nada ist sozusagen Namenspatin dieses 50 Plätze umfassenden Lokals.

Noch offen ist, ob sich ein Nachfolger findet und die gastliche Stätte weiterbesteht – vielleicht unter neuem Namen. Randjelovic steht für gutbürgerliche Küche, aber auch für serbische Speisen. Experimente am Herd waren nicht seine Sache, dafür aber das, was ihn seine Oma gelehrt hat. Damit sei er gut gefahren. Der Anteil „vegan“ lag bei 20 Prozent.

Die Situation in der Gastronomie nennt der 66-Jährige schlimm. Vorwiegend von Freitag bis Sonntagabend sei man gefordert, findet nicht immer genug Personal. Und so komme die Familie zu kurz. Das Wort Stress fällt. Und dafür steht die erwähnte schwere Erkrankung vor einigen Monaten.

Pandemie gut verkraftet

Die zwei Jahre Corona-Pandemie hat Randjelovic gut überstanden. Der Restaurantbetrieb mit Präsenz der Essensgäste war natürlich nicht möglich, dafür aber Speisen to go. Das waren am Tag 30 bis 50 Mahlzeiten. Ein wichtiges Standbein war der Partyservice mit 200 oder sogar 600 Essen pro Woche. Das war allerdings auch Stress pur bis alles fertig war.

Entschädigt wurde der Gastronom, durch die große Dankbarkeit der Kunden. „Entsprechend groß ist jetzt das Bedauern, dass ab sofort die Küche kalt bleibt“, sagt Vujica Randjelovic mit leicht belegter Stimme und erzählt von „einer großen Familie und vielen Kumpels, die in all den Jahren zusammengefunden haben“.

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