In den frühen Morgenstunden des Freitags wurde die Steinheimer Feuerwehr zu zwei Fahrzeugbränden im Ortsgebiet gerufen. Zunächst brannte eine Sattelzugmaschine an der Riedstraße. Keine halbe Stunde später fing ein geparkter Pkw auf einem Parkplatz vor einem Gebäude an zu brennen. Nur durch schnelles Handeln konnten größere Sachschäden verhindert werden.

Gegen 2.20 Uhr ging in der Rettungsleitstelle Ostwürttemberg ein Notruf ein, dass ein Lkw an der Riedstraße brennt, umgehend wurden ein Löschzug der Feuerwehr und die Polizei mobilisiert. Bereits auf der Anfahrt zeigte heller Feuerschein den Einsatzkräften den Weg ins Gewerbegebiet. Eine Sattelzugmaschine stand nahezu in Vollbrand, die Flammen hatten den Auflieger bereit erfasst, auch ein direkt neben dem Fahrzeug stehender Baum drohte ein Opfer der Flammen zu werden.

Kommandant Ulrich Weiler, der diesen Einsatz leitete, ließ den Brand mit drei Angriffsrohren eindämmen. Da gerade bei modernen Lastwagen viele verschiedene Kunststoffe verbaut sind und diese bei einem Brand giftige Dämpfe freisetzen, konnte eine direkte Brandbekämpfung nur unter schwerem Atemschutz stattfinden.

Nach 20 Minuten waren die Flammen soweit erstickt, dass mit den Nachlöscharbeiten begonnen wurde. Hier wurden letzte versteckte Glutnester mit einer Wärmebildkamera aufgespürt. Die Überprüfung des Sattelaufliegers ergab, dass dieser unbeladen war, allerdings waren die Planen und Aufbau des Aufliegers durch die Hitzeeinwirkung in Mitleidenschaft gezogen.

Zweiter Autobrand nur kurze Zeit später

Noch während hier die Löscharbeiten liefen, meldete ein weiterer Notruf einen Pkw-Brand direkt an einem Wohnhaus an der Schwabstraße. Umgehend wurde das Tanklöschfahrzeug aus dem ersten Einsatz herausgelöst. Beim Eintreffen der Feuerwehr war der Pkw-Brand im Entstehungsstatus bereits gelöscht, sodass die Feuerwehrleute nicht weiter tätig werden mussten.

Insgesamt war die Feuerwehr in dieser Nacht mit 19 Einsatzkräften und drei Fahrzeugen zwei Stunden lang im Einsatz. Die Riedstraße musste aufgrund des Feuerwehreinsatzes und den anschließenden Bergungsarbeiten über Stunden gesperrt bleiben: Für den morgendlichen Berufsverkehr bedeutete es einen Umweg über die Hellensteinstraße.

Die Polizei vermutet in beiden Fällen Brandstiftung und ermittelt nun, wer dafür verantwortlich sein könnte. Dazu hofft die Polizei auch auf Zeugen. Wer Hinweise geben kann, sollte sich unter der Tel. 07321.3220 bei der Polizei melden.