Steinheim / Maximilian Haller Familie Leiber aus Steinheim tritt bereits zum zweiten Mal bei der RTL-Show „Team Ninja Warrior“ an. Dafür trainiert die selbst ernannte „Crazy Family“ wie verrückt.

Fast könnte man meinen, Familie Leiber führe in ihrem Keller in Steinheim ein kleines Bootcamp: „Los, Schwung rausnehmen“, ruft Rainer Leiber seiner Frau Annette zu, als diese sich an den Stangen an der Kellerdecke entlanghangelt. „Zieh! Zieh! Zieh“, feuert Sohn Dennis seine Mutter an. Und Annette schafft es. Die ganze Bahn. Freudig klatschen sich Vater, Mutter und Sohn ab und jubeln einander zu. Ganz wie ein Bootcamp ist es also doch nicht, denn bei den Leibers geht es viel herzlicher und positiver zu.

Diesen Zusammenhalt braucht die Familie auch. Bereits zum zweiten Mal treten die Steinheimer bei der RTL-Show „Team Ninja Warrior Germany“ an. In der seit 2016 ausgestrahlten TV-Show müssen die Teilnehmer verschiedenste Hindernisse in einem Parcours überwinden. Als Einzelkämpfer haben sich Rainer Leiber und sein Sohn Dennis auch schon bei der Schwester-Show „Ninja Warrior“ versucht – Dennis schaffte es in der dritten Staffel sogar bis ins Finale. Von Erfolg gekrönt waren die Versuche der Leibers bislang zwar noch nicht, doch die selbst ernannte „Crazy Family“ denkt gar nicht ans Aufgeben.

Und dafür trainiert sie wie verrückt. In und um das Steinheimer Eigenheim stehen überall verschiedene, teils recht ungewöhnliche Gerätschaften. Ausdauer und Balance werden hier zwar ebenfalls aufgebaut, für „Ninja Warrior“ ist laut Papa Rainer aber vor allem die Handkraft entscheidend. „Die muss speziell trainiert werden“, erklärt der 48-Jährige.

Das Training hört nie auf

Circa acht Wochen bevor die Show aufgenommen wird, fängt das Vorbereitungstraining für Familie Leiber an. In der Praxis hört die „Crazy Family“ aber nie mit Trainieren auf. „Selbst im Urlaub fahren wir mit unseren Fahrrädern gerne mal ganze Berge hoch oder nehmen sie über Klettersteige mit“, erzählt Rainer. Generell sei die ganze Familie Feuer und Flamme für sportliche Betätigung. „Meine Frau und ich haben schon immer gern Sport gemacht und unsere Kinder haben das mit aufgenommen.“

Daher sei Rainer Leiber auch „unheimlich stolz“ darauf, dass die ganze Familie so eng miteinander verbunden sei und das auch bei „Team Ninja Warrior“ zeige. So richtig klappen wollte es für das Dreierpack Rainer, Annette und Dennis in der ersten Staffel zwar nicht, RTL sei von der Familiendynamik aber so beeindruckt gewesen, dass das Steinheimer Team kurzerhand zur zweiten Auflage der Show eingeladen wurde.

Alles für die Fans

„Mental muss man sich ebenfalls auf den Wettkampf vorbereiten“, findet Dennis Leiber. „Auf einmal ist dieser Moment da – und dann ist er auch schon wieder weg.“ Sein Geheimnis, um trotz all der Kameras cool zu bleiben? „Ich habe da keinen Tunnelblick. Ich höre nur auf die Stimme von meinem Papa und darauf, wie die Fans uns anfeuern. In diesem Moment will man denen einfach noch mehr geben“, erzählt der 20-Jährige.

Gedreht wurde der Wettkampf bereits Ende April in Duisburg, wie weit die Leibers es geschafft haben, dürfen sie aber noch nicht verraten. Eines steht aber bereits fest: Der „Team Spirit“ bleibt ungebrochen. Seit Sonntag stehen Rainer und Dennis Leiber sowie erstmals auch der jüngere Sohn Robin in Karlsruhe vor der Kamera, wo sie ihre Künste bei „Ninja Warrior Germany“ unter Beweis stellen. Ausgestrahlt wird die damit vierte Staffel der RTL-Show Ende des Jahres.

Youtube

„Team Ninja Warrior Germany“ mit Rainer, Annette und Dennis Leiber wird am Samstag, 22. Juni, um 20.15 Uhr auf RTL ausgestrahlt.

Auch abseits der Kameras eine Community

In den letzten Jahren ist die „Ninja Community“ laut Dennis Leiber enorm gewachsen. Mit vielen ehemaligen Teilnehmern gibt der 20-Jährige an, immer noch in Kontakt zu stehen – auch abseits der Kameras. Auf sechs Wettkämpfen, die über das ganze Jahr verteilt ausgetragen werden, trifft sich die Gemeinschaft.

Neidpotenzial gebe es überhaupt keines, findet Dennis. Stattdessen habe die „Ninja Family“ bei den Wettkämpfen nur ein einziges gemeinsames Ziel: den Parcours zu besiegen.