Irmannsweiler / Klaus-Dieter Kirschner Irmannsweiler ist beim Breitbandausbau vom Nachbarn Bartholomä abhängig. In der Versammlung wurden als Wünsche auch eine Sanierung der Feldwege und besserer Winterdienst genannt.

Von extrem vielen Wildschweinen ist Steinheims nördlichster Teilort umzingelt und diese sorgen für entsprechende Schäden auf Feld und Flur. Den Jägern – darunter Steinheims Bürgermeister Holger Weise – kommen die „schlauen Viecher“ im Moment nicht so richtig vor die Flinte. Es fehlt der nötige Schnee. Darüber und noch viel mehr wurde in der Einwohnerversammlung am Donnerstagabend gesprochen. Von den rund 40 Bewohnern des Weilers nahmen etwa 25 daran teil.

Kritik wurde aber an der Nachbargemeinde Bartholomä geübt. Es geht um das Verbindungssträßchen von Irmannsweiler nach Bartholomä. Dort im Ortsgebiet Bartholomä gilt an Straßeneinmündungen „rechts vor links“. Vorhandene hohe Hecken würden wenig Sichtwinkel bieten und überdies sei das Sträßchen so schmal, dass man als Fahrer eines großen Traktors oder landwirtschaftlichen Geräts sehr aufpassen müsse, um nicht an geparkten Autos entlang zu schrammen.

Bürgermeister Weise versuchte zu verdeutlichen, dass Gemeinden wie Steinheim oder Bartholomä nicht einfach irgendwelche Verkehrsschilder aufstellen oder Vorfahrtsregelungen anordnen können. Das sei alleine Sache der Verkehrsbehörde beim Landratsamt.

In einem anderen Punkt aber wolle er mit dem Nachbarbürgermeister Thomas Kuhn reden: Beim Winterdienst übernimmt Bartholomäs Bauhof das Räumen und Streuen, fährt aber nur selten bis gar nicht den Wanderparkplatz am Waldrand an. Die einmal getroffene Absprache gelte noch immer, fand auch Steinheims Bauhofleiter Heinz Huber.

Beim Breitbandausbau und bei dem Wunsch nach schnellem Internet muss sich Irmannsweiler bis 2024 gedulden. Wie Ortsbaumeister Markus Speier ausführte, würden hier Bartholomä, Essingen und Steinheim eng zusammenarbeiten. Zunächst werde Bartholomä im Westen ans Glasfasernetz kommen. Die Zuleitung nach Irmannsweiler verläuft über Birkenteich entlang der Gemeindeverbindungsstraße. 2024 würden die Bauarbeiten ausgeführt und die Gebäude angeschlossen, versicherte Speier. Die Baukosten bezifferte er auf vorzufinanzierende 343 905 Euro. Nach Abzug der Zuschüsse blieben an der Gemeinde 44 133 Euro hängen.

Sanierung Dorfteich

Der Dorfteich in der Ortsmitte von Irmannsweiler braucht eine Sanierung. Die Bürger plädierten für eine Entschlammung und für eine Erneuerung des Zauns. Bei den Eschen müsse die eine oder andere „entnommen“ werden. In dem Zusammenhang erwähnte der Bürgermeister die Vorschrift, dass solche Bäume nicht mehr mit der Motorsäge zu Boden gebracht werden dürfen. Vielmehr müsse ein Harvester das übernehmen. Besonderes Augenmerk sei darauf zu legen, dass bei der Holzernte die Lehmabdichtung der Hülbe nicht durch vorhandenes Wurzelwerk undicht wird. Die Hülbe hat übrigens das ganze Jahr über einen ordentlichen Pegelstand.

Aus den Reihen der Landwirte wurde der Zustand der Feldwege angesprochen. Sie würden Zug um Zug in allen Teilorten saniert, so die Antwort. Bei den Hauptwegen gebe es bis zu 20 Prozent Ausbau-Zuschuss, sagte Weise und bestätigte „Nachholbedarf“.

Wie der Vater, so der Sohn

Noch zu Zeiten von Bürgermeister Dieter Eisele, also schon vor mehr als 25 Jahren, kam Helmut Kolb zum Amt eines Ortswarts in Steinheims nördlichstem Teilort Irmannsweiler als Nachfolger des erkrankten und 1995 gestorbenen Erwin Zeller.

In der jetzigen Einwohnerversammlung bekannte sich Bürgermeister Holger Weise zu der Jahrzehnte geleisteten Arbeit der Ortswarte als Ansprechpartner für die Einwohner wie für die Gemeindeverwaltung. Sein Dank galt Helmut Kolb, der das Amt abgab.

Als es um die Nachfolge ging, kam aus der Mitte der Versammlung der Hinweis, das Amt in der Familie zu belassen. So wurde Kolbs Sohn Jürgen per Handzeichen gewählt. Er nahm die Wahl an und bekommt in Kürze schriftlich die entsprechende Ernennung.