„Die Kinder haben gut und richtig reagiert“, lobt Wolfgang Jürgens, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Ulm. Nachdem die 13- und 14-Jährigen am vergangenen Freitag im Bereich des Steinheimer Schulgeländes von einem unbekannten Mann angesprochen worden waren, hatten sie in der Schule sofort von dem Vorfall berichtet. Dort wandte man sich am Montag an die Polizei.

Die Polizei hat bereits einen konkreten Verdacht

„Wir haben die Ermittlungen aufgenommen“, beschreibt Wolfgang Jürgens. Allerdings befinde man sich noch in einem frühen Stadium.

Heißt? Ein konkreter Verdacht, um wen es sich bei dem Mann handeln könnte, liegt den örtlichen Polizeibeamten vor, eine Kontaktaufnahme steht allerdings noch aus. Wie Polizeisprecher Jürgens weiter berichtet, müsse man nun sehen, ob sich der Verdacht gegen den Mann erhärtet. Erst dann lasse sich mehr über das weitere Vorgehen sagen.

Der Verdächtige ist nicht einschlägig in Erscheinung getreten

In der Steinheimer Elternschaft zieht der Vorfall indes freilich seine Kreise. Wie allerdings Polizeisprecher Jürgens sagt, gibt es derzeit keinen Hinweis, der Eltern konkret Anlass zur Sorge bereiten müsste.

So sei der verdächtige Mann bislang nicht einschlägig in Erscheinung getreten. Zudem habe sich auch aus den Schilderungen der angesprochenen Kinder kein Hinweis auf ein unredliches Verhalten seitens des Mannes ergeben.

Was können Eltern nun tun? Was empfiehlt die Polizei?

Trotzdem, bekräftigt Wolfgang Jürgens, nehme man den Vorfall ernst und gehe dem Hinweis nach.

Unabhängig vom aktuellen Geschehen in Steinheim empfiehlt der Polizeisprecher Eltern, mit ihren Kindern darüber zu sprechen, wie sie sich verhalten sollen, wenn sie von Unbekannten angesprochen werden.

Es sei wichtig, sagt Jürgens, die Kinder stark zu machen. Denn dann könnten sie im Fall des Falles richtig reagieren – und ihren Eltern im Nachgang erzählen, was passiert ist.

Polizeisprecher Wolfgang Jürgens: „Zu zweit ist es einfacher als allein“

Eine psychologische Komponente, ergänzt Jürgens, spielt dabei auch, ob die Kinder allein oder mit anderen Kindern in einer Gruppe unterwegs sind. Dies habe nicht nur Auswirkungen auf mögliche Täter, sondern auch auf die Kinder: „Zu zweit ist es einfacher als allein“, sagt Jürgens.

Es sei daher sinnvoll, Kinder auf dem Schulweg in Gruppen loszuschicken – egal ob zu Fuß oder mit dem Fahrrad.

Die Polizei hat einen Flyer zum Thema erstellt

Weitere Empfehlungen für Eltern hält das Polizeipräsidium Ulm in seinem Flyer „Ansprechen von Kindern“ bereit.

In Heidenheim ermittelte die Polizei 2018 wegen eines ähnlichen Vorfalls: