Auch Wahlen jeglicher Art können in Zeiten von Corona nicht so stattfinden wie gewohnt. Das wird auch für den Bürgerentscheid in Steinheim gelten, der am 17. Mai stattfinden soll.

Quynh Hägele, die sich seitens des Steinheimer Hauptamts um die Organisation der Abstimmung kümmert, bestätigt, dass man einige Vorkehrungen getroffen habe. Zwar ist rein wahlrechtlich eine Abstimmung ausschließlich per Briefwahl nicht möglich, dennoch wird es den Bürgern nun noch einfacher gemacht, per Post abzustimmen: Die notwendigen Briefwahlunterlagen und Wahlscheine müssen nicht wie sonst extra beantragt werden. Stattdessen werden sie allen Wahlberechtigten in den kommenden zwei Wochen automatisch zugeschickt.

Zudem wird es deutlich weniger Wahllokale geben als sonst: „Die Wahlbezirke haben wir von neun auf drei reduziert, sodass bei Bedarf im Rathaus in Steinheim, in der Seeberghalle in Söhnstetten sowie im Dorfhaus in Sontheim gewählt werden kann“, sagt Hägele.

Auch wenn derzeit die Briefwahl sicherlich die bessere und für jeden sicherere Entscheidung wäre: Jedem Wähler steht es frei, an den Wahlurnen abzustimmen. Um die Wähler und auch die Helfer zu schützen, sollen Sicherheitsvorkehrungen zum Infektionsschutz in den Wahllokalen gelten. Laut Hägele gehören dazu Spuckschutz, Handschuhe, Desinfektionsmittel und natürlich ausreichend Abstand.

Was wird aus der Studie?

Was das anbelangt, stellt sich im Zusammenhang mit dem Bürgerentscheid eine weitere Frage: Eigentlich sollte er Teil eines wissenschaftlichen Forschungsprojekts der Universität Frankfurt sein. Dr. Edgar Wunder wollte hierzu gemeinsam mit einigen Studenten die Wähler stichprobenartig vor den Wahllokalen zu ihrem Abstimmungsverhalten befragen. Ob daraus nun unter den gegebenen Umständen etwas wird, steht noch nicht fest. Auf Nachfrage sagt Wunder, dass man Ende April eine endgültige Entscheidung treffen will.