In der großen Scheune leuchteten die elektrischen Kerzen an einem Christbaum, nicht weit davon hing ein hellerleuchteter Herrnhuter Weihnachtsstern. In einer Ecke fand eine kleine Abordnung des Posaunenchors Platz und auch einige als Hirten verkleidete Jungs. Bei der Stallweihnacht, zu der etwa 300 Besucher gekommen waren, drängelten sich in den vorderen Reihen die kleinen Kinder. Die Erwachsenen füllten den Scheunenvorplatz, andere standen auf der Hirschstraße oder dem Gelände gegenüber und verstanden dort so gut wie kein Wort, das in der Scheune gesprochen wurde.

Es ging natürlich um die Geburt Christi, um die Hirten auf dem Felde, die bekanntlich als erste von der Christgeburt in einem anderen Stalle zu Bethlehem erfahren hatten. Eine halbe Stunde dauerte dieser besondere Gottesdienst am Nachmittag des Heiligabends.